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Israel.Stücke.Aktuell


Während die deutsche Sprache Jahrhunderte benötigt hat um sich aus einer simplen Bauernsprache in die Sprache Goethes zu verwandeln, wurde das Neuhebräische in etwa drei Generationen zu einer Sprache, die etliche Autoren von Weltgeltung hervorgebracht hat.

Inzwischen gibt es in Israel hebräischschreibende Autoren, von hoher, literarischer Qualität. Eine Erklärung dafür könnte im unbeugsamen Willen der jüdischen Pioniere liegen sich diese Sprache rasch zu Eigen zu machen. Eine zweite Erklärung für die unglaublich rasche Entwicklung des in Israel gesprochenen Hebräisch liegt vielleicht in der großen Wertschätzung, die das jüdische Volk schon immer dem schriftlichen Ausdruck gegeben hat.

Obwohl israelische Theaterstücke oft an vielen Theatern der Welt und in Israel gespielt werden, sind sie deutschen und österreichischen Theatern nicht zugänglich, da sie in deutscher Übersetzung oft nicht existieren.

Ein Beispiel dafür ist Hanoch Levin, der in Israel vielleicht berühmteste Autor, im deutschen Sprachraum ziemlich unbekannt ist weil kaum ins Deutsche übersetzt und nicht aufgeführt. Deshalb wird das Theater Nestroyhof Hamakom von 20. bis 24.Mai 2014 ein viertägiges Festival mit israelischen Theaterstücken veranstalten, bei dem vor allem Stücke von jungen israelischen Autoren vorgestellt werden.

Die Autoren Gilda Evron (Ulysses auf Flaschen, Fischer Theaterverlag, UA Haifa 2012), Ela Moskovitz Weiss (Leap) und Oded Lipshitz (Hinter mir geht ein Licht auf) sind anwesend und es gibt die Möglichkeit anschließend an die szenische Lesung mit ihnen über ihr Stück zu sprechen.

Der Eröffnungsabend wird von der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft veranstaltet und steht im Zeichen von Hanoch Levin. Die Schauspielerin und Musikerin Ingrid Lang richtet das Stück „Lass mein Herz erbeben“. (Adina Stern) von Hanoch Levin ein. Anschließend findet ein Podiumsdiskussion mit Hanoch Levin Experten statt.

Professor Gad Kaynar, (Dramadepartement Universität Tel Aviv) wird die Diskussion leiten Gad Kaynar ist der Kurator des Festivals, er hat die Stücke ausgesucht, die wir zeigen werden. Er wird an den Abenden des Festivals die Autoren interviewen. (Text: Susanne Höhne)

20.5.:
Podiumsdiskussion, ÖIG, Prof. Gad Kaynar u.a. Anschließend szenische Lesung "Lass mein Herz erbeben" von Hanoch Lewin. Einführung Prof. Gad Kaynar

21.5.:
Hinter mir geht ein Licht auf; Oded Lipshitz

22.5:
Ulysses auf Flaschen; Gilad Evron

23.5.:
Sprung; Ela Moskovitz Weiss


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