Tanz

Israel Galvįn - Lo Real


Lo Real – von der Wahrheit des Schicksals der Roma und Sinti handelt dieses Tanztheater des Stars des Nuevo Flamenco Israel Galvįn.

Galvįns Spurensuche, die vom Genozid an Sinti und Roma erzählt, ist zugleich ein beklemmend aktuelles Statement zum Zustand Europas, das die Furcht vor dem Fremden immer noch kennt und dessen Krisen mit nationalstaatlichem Denken nicht mehr beizukommen ist.

Er illustriert dieses schreck­liche Geschehen nicht, vielmehr bringt er es mit Mitteln des Tanzes auf die Bühne. Galvįn hat das Bewegungsrepertoire des Flamenco seziert, bricht mit dem Klischee des Flamenco, und gelangt dadurch zu einer ganz eigenen tänzerischen Ausdrucksform.

Am Ende wird die Todesfuge (1948) von Paul Celan zitiert. Und wenn Celan mit Mitteln der Sprache einer musikalischen Form wie der Fuge Bilder des Schreckens abgerungen hat, dann hat Israel Galvįn aus dem Flamenco einen Todestanz gemacht – eindrucksvoll, erschreckend, virtuos, eine Choreografie, die unter die Haut geht!


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