Kunstausstellung

Isidora Krstic - Der Riese, ein Zeichner und eine schöne Landschaft


Bei der ortsbezogenen Installation handelt es sich um Isidora Krstic’ Masterarbeit im Rahmen der Studienrichtung „Art and Science“ an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Die Kontextualisierung der Arbeit in den Räumlichkeiten des Volkskundemuseum Wien ist Teil des Konzepts.
Zentrales Motiv der Arbeit ist ein Mythos, der im sechzehnten Jahrhundert während Ferdinand Magellans Suche nach einem Seeweg gen Westen zu den „Gewürzinseln“ (die indonesische Inselgruppe Molukken) entstand. Dabei gelangte ein von Antonio Pigafetta aufgezeichneter Bericht über ein in Patagonien lebendes Volk von Riesen nach Europa, der dort für zweieinhalb Jahrhunderte zirkulierte.

Die Arbeit hebt die Wichtigkeit von Mythen in Hinblick auf die Konstruktion von Erzählungen und Sinngebung hervor. Anhand von verschiedenen Materialien wie Zitaten, Karten und Objekten, stellt die Künstlerin historische und gegenwärtige Berichte einander gegenüber. Dabei möchte sie Einblicke in unterschiedliche visuelle Repräsentationsmethoden geben und darstellen, wie diese anhand von Erwartungen, speziellen Motiven und Wünschen der jeweiligen Entstehungskultur verändert werden.

Foto:
Illustration aus dem “Journal of Magellan's Voyage”, ca. 1525
Autor: Antonio Pigafetta, ca. 1480/91-ca. 1534
Quelle: Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University Library


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