Theater

Isabelle H.


Der junge Soldat Daniel C. und die illegale Immigrantin Isabelle H. haben sich in einer Lagerhalle verschanzt. Dorthin gelangten sie am Ende einer gemeinsamen Flucht vor der Polizei, die mit einem Kennenlernen an einer Raststätte, einer fatalen Polizeikontrolle und einem versehentlichen Mord begann.

Daniel C. ist kürzlich von seinem Afghanistan-Einsatz nach Hause gekommen und hat Probleme, sich wieder im Alltag einzufinden. Isabelle H. hat einen langen Fluchtweg hinter sich, über den genauere Informationen zu geben sie ebenso verweigert wie rührende Geschichten über ihre Herkunft zu erzählen. Isabelle Huppert sei ihr Name, ist das Einzige, was sie behauptet.

Das Verhältnis der beiden, gefangen in einer Schicksalsgemeinschaft, scheint von klaren gesellschaftlichen Vorzeichen geprägt. Doch der traumatisierte Soldat und die eigenwillige Migrantin offenbaren Seiten an sich, die gängige Klischees unterlaufen. Die Machtfrage wird in jeder Situation neu verhandelt.

Thomas Köck wurde 1986 in Steyr, Oberösterreich, geboren, studiert Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin und erhielt 2015 das Wiener Dramatik Stipendium. Isabelle H. (geopfert wird immer) wurde 2014 mit dem Stückepreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises ausgezeichnet.

von Thomas Köck
Regie Felix Hafner
Bühne und Kostüme Camilla Hägebarth
Dramaturgie Andrea Zaiser

mit Okan Cömert, Max Gindorff, Katharina Klar, Christoph Rothenbuchner


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