Literatur

Isabella Feimer / Manfred Poor: In Erwartung einer Fremde


Die Schriftstellerin Isabella Feimer hat im Verlag Literaturedition Niederösterreich gemeinsam mit dem Fotografen Manfred Poor ein außergewöhnliches Buch veröffentlicht:

Zwei Künstler, die Schreibende und der Fotografierende, sind nicht nur mit dem Ziel nach Südamerika aufgebrochen, ein fremdes Land mit allen Sinnen zu entdecken, sondern auch mit dem Auftrag im spärlichen Gepäck, Material mitzubringen, das anschließend zu einem gemeinsamen Buch werden soll. Entstanden ist dabei weit mehr, als ein herkömmlicher Reisebericht über Argentinien und Chile.

Isabella Feimer und Manfred Poor haben sich schreibend, sehend, fühlend sehr behutsam ihrem Sehnsuchtsland angenähert. Texte und Fotos zeigen ein Eintauchen in eine andere Welt, in ein ganz anderes Zeitgefühl und Lebenstempo, ein neugieriges und offenes Einlassen auf Neues, Aufregendes, Fremdes aber auch ein langsames Loslassen der Enge des gewohnten europäischen Alltags. Reisen, Sprache, Schreiben und Bild wurde zu einem Ganzen zusammengefügt. Die knappe, aber äußerst poetische Sprachkunst der Autorin und die beeindruckenden Fotostrecken blicken aber immer auch hinter den ersten Augenschein des Landes und seiner Menschen und wandern so sehr subtil und differenziert in die Vergangenheit.

Der Leser begleitet zwei Menschen, die sich gemeinsam auf dieses Abenteuer einlassen, manchmal im Wir vereint, dann wieder im Ich und Du auf sich selbst zurückgeworfen. Zweisamkeit und Einsamkeit begleiten das Paar, und doch gilt es, im Unterwegssein gemeinsam anzukommen. Es ist nicht nur der Bericht über eine Reise ans Ende der Welt und wieder zurück, sondern auch ein Ausloten der Grenzen der eigenen Persönlichkeit.

Isabella Feimer
geboren in Schwechat, lebt als freie Schriftstellerin und Regisseurin in Wien,
studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaften,
Arbeits- und Aufenthaltsstipendien,
war 2012 für den Bachmann-Preis nominiert, 
erhielt 2013 den Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich, 
im Wiener Septime Verlag erschienen ihre Romane: „Der afghanische Koch“ (2013) und „Zeit etwas Sonderbares“ (2014).

Manfred Poor
geboren in Wolfsberg, lebt als freier Grafiker & Fotograf in Wien,
Tätigkeiten in Werbeagenturen, div. Buchprojekte über Völkerstämme in Asien,
grafische Arbeiten für Kunst- und Theaterprojekte,
Mitbegründer des Kunstvereins „Start4Art“.

Stefan Heckel
wurde in Graz geboren. Er studierte an der Kunstuniversität Graz Jazzklavier und an der Royal Academy of Music London Komposition. Er gründete mehrere Ensembles, u.a. die Stefan Heckel Group, mit der er vier Alben mit eigenen Werken aufnahm. Er arbeitete u.a. mit Julian Argüelles, Sainkho Namtchylak, John Edwards, Frank Gratkowski, Annette Giesriegl, Angela Tröndle’s Mosaik, Irina Karamarkovic’ Songs From Kosovo, Nenad Vasilic Balkan Band and Mélange Oriental. Teilnahme an Festivals als Solist, Ensemblemitglied und Komponist. Stefan Heckel lebt und arbeitet in Wien und Graz. Er unterrichtet am Jazzinstitut der Kunstuniversität Graz.

Maria Gstättner
Geboren 1977 in Mürzzuschlag/Steiermark, lebt und arbeitet in Wien, Studium Konzertfach Fagott und IGP (Fagott) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (beides mit Auszeichnung); seit 2010 künstlerisches Doktoratsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz sowie Arts-based Research im Rahmen des Programms PEEK des Wissenschaftsfonds FWF an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; rege Orchestertätigkeit u.a. mit den Wiener Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Radio-Symphonieorchester Wien, in der Volksoper Wien sowie Kammermusiktätigkeit mit zeitgenössischen Ensembles u.a. Klangforum Wien, dem Ensemble Kontrapunkte, die reihe, Ensemble Studio Dan - Verein für neue Musik; internationale Auftritte als Solistin und Kammermusikerin vielfach mit eigenen Kompositionen bei renommierten Festivals für World Music, Neue und improvisierte Musik.


Vergangene Termine