Neue Klassik · Klassik

Iris Gerber, Klavier


Die Berner Pianistin Iris Gerber spricht über Zusammenhänge im Klavierschaffen des Italieners Giacinto Scelsi (1905 bis 1988) und des Franzosen Olivier Messiaen (1908 bis 1992). Beide haben sich in ihren Klavierwerken mit Fragen nach Mystik, Mythisierung und Ritualisierung auseinandergesetzt.

Scelsi, der u. a. auch surrealistische Poesie schrieb, geht es um das »innere Wirken« in Strukturen und deren Vernetzung, um den »sphärischen Klang«, den er mit mikrotonalen Elementen umzusetzen versuchte. Messiaen, der Komponist, Organist und Ornithologe, einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, setzte sich lange Jahre mit der Übersetzung von Vogelstimmen in Musik, aber auch mit religiösen Fragen – etwa nach der Bedeutung Franz von Assisis – auseinander.

Iris Gerber spielt aus Scelsis Suiten und Messiaens Vingt regards sur lʼenfant Jesus. KHR


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