Literatur

Irene Diwiak - Liebwies


Eine unbegabte Sängerin wird gefeiert, eine talentierte Komponistin bleibt unbemerkt: Der herrlich böse Debütroman von Irene Diwiak.

Irene Diwiak, geboren 1991 in Graz, aufgewachsen in Deutschlandsberg/Steiermark. Zur Zeit studiert sie Komparatistik (Slawistik, Judaistik) an der Universität Wien. Arbeit am Theater als Schauspielerin und Regisseurin. Publizierte in Zeitschriften und Anthologien, 2013 Gewinnerin des FM4-Wortlaut-Wettbewerbs. Irene Diwiak liest aus ihrem ersten Roman „Liebwies“.

1924: Der bekannte Musikexperte Christoph Wagenrad hat sich in die junge Gisela Liebwies verliebt, die seiner verstorbenen Frau, einer berühmten Pianistin, ähnlich sieht. Obwohl unbegabt, soll sie nun ebenfalls zum Star aufgebaut werden. Durch Erpressungen seitens Wagenrads schafft sie es ans Konservatorium und erhält sogar die Hauptrolle bei der Abschlussdarbietung. Dass die dafür komponierte Oper, bei der die Hauptdarstellerin fast ohne Stimme auskommt, nicht von August Gussendorff stammt, der sich dafür feiern lässt, sondern von seiner Frau Ida, muss ja auch niemand erfahren. Eine herrlich bösartige Geschichte über falschen Glanz, die Gier nach Ruhm – und wahre Schönheit, die mit alldem nichts zu tun hat.


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