Show · Theater

Ira Melkonyan and the rubberbodies collective


Eine Installation, die wie eine Kreuzung aus Atelier und Labor wirkt: Doch langsam kommt ein rätselhafter Ablauf in Gang. Mit farbigen Flüssigkeiten gefüllte Plastikbeutel in fragilen Aufhängungen neigen sich und platzen. Es beginnt zu tropfen und zu plätschern. Die Flüssigkeiten werden auf schiefen Ebenen zu zähen Rinnsalen, die, dem Gesetz der Schwerkraft folgend, sich dabei immer wieder den vorgegebenen Bahnen verweigern. Sie wirken eigensinnig.

Die Performancekünstlerin Ira Melkonyan hat einen Mastertitel in Mikrobiologie. Sie konfrontiert das Liquide mit dem menschlichen Kalkül einer Dramaturgie. Sie und das rubberbodies collective steuern ein soundgestütztes Geschehen und geben gleichzeitig die Regie an nichtmenschliche Akteur*innen ab. Als Publikum blickt man fasziniert auf eine mechanisch wirkende Maschine, die keinen Sinn und Zweck zu haben scheint. Sie leckt wie die Natur im Anthropozän, der Gletscher und Polareis wegschmelzen.

Konzept und Umsetzung/Realisierung: Ira Melkonyan

Sängerin, Performerin: Irene Sorozabal Moreno

Umsetzung, Produktionsdesign & Beratung: Jimmy Grima

Architekturkonzept & -design: Dominykas Savickas

Dramaturgische Beratung: Maria Rößler

Assistenz Installation: Matthew Micallef


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