Theater

Iphigenie auf Kobane


Performativer Monolog mit Musik

Iphigenie auf Kobane in Gmunden



Performativer Monolog mit Musik
Julia Schneider - Schauspiel
Blanka Urbanek - Photographie
Stojan Vavti – Musik, Performance
Natalie Ananda Assmann - Regie

Ein theatraler Schnitt durch die Literatur- und Zeitgeschichte: von Antigone bis hin zu den kurdischen Kämpferinnen in Kobane. Junge KünstlerInnen begeben sich auf die Spuren derer Frauen, die für ihre Überzeugungen eingetreten sind und an den sprichwörtlich “gesellschaftspolitischen Grenzen“ kämpfen.

"Der Kampf der Frau ist mehr als die Geschichte der Emanzipation – er war und ist immer auch zugleich die Geschichte einer Befreiung: der Männer- und somit der gesamten Gesellschaft: Wenn der Kampf der Männer die jeweilige zeitgeistige Frage ist, so ist der Kampf der Frauen stets die Antwort darauf: Das Erscheinungsbild dieses Kampfes ist so vielschichtig wie die weibliche Psyche selbst: Figuren aus den vergangene literarischen Welten der Antike treffen auf Kämpferinnen aus der Gegenwart und spielen sich in einen Dialog: Die “Madonnen des Schwertes“ befinden sich im Spannungsfeld zwischen Unterdrückung und Befreiung: Erzählt wird vom Traum einer Utopie.

Wir begleiten eine Schauspielerin auf ihrer Reise von der antiken Ägäis in die heutige Türkei: das Publikum wird Zeuge einer Verschmelzung von Emotion und Politik. Eine theatraler Schnitt in die Gedanken und Wünsche von Frauenfiguren als Mahnmal ihrer Zeit, aufgelöst durch Musik, Körper und Stimme. Es ist eine Reise vom Orient in den Okzident und zurück: Kampf und Intimität. Heldinnentum und Verletzlichkeit. Die Sirenen betören nicht mehr. Sie erheben sich!“ (Natalie Ananda Assmann)

Julia Schneider, geboren 1990 in Jerusalem (Muttersprachen Deutsch, Hebräisch und Englisch), besuchte bis 2002 in Israel die Schule. Ab 2002 lebte sie in Österreich und erhielt neben der Schule eine Musical-Ausbildung. Sie spielte bereits 2006/2007 u. a. am Landestheater Linz. 2008 studierte sie am Doreen Bird College of Performing Arts in London, 2009/10 an der KFU Graz und Universität Wien Transkulturelle Kommunikation;ab 2010 Schauspielstudium an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz; seit 2012 ist Julia Schneider, als Mitglied des Kunst-Kulturvereins „M-arts“, an der Organisation des interdisziplinären Kunstfestivals „Spielfestival“ beteiligt. Die weibliche Hauptrolle im Kurzfilm Waiting for Elegy für die Louis Vuitton Journey Awards 2012 markiert den Beginn ihrer Zusammenarbeit mit der Filmproduktionsfirma Prime Concept. Im Zuge ihrer Ausbildung nahm sie 2011/2012 anlässlich des 70. Geburtstages von Peter Handke im Landestheater Linz an der Lesung Dich an das offene Schuhband gewöhnen teil. In der Spielzeit 2012/2013 war Julia Schneider in Otfried Preußlers Die kleine Hexe und in Triumph der Provinz von Felicia Zeller am Landestheater Linz zu sehen. Ihre staatliche Schauspielausbildung schloss sie mit ihrem Auslandssemester in Tel Aviv ab, wo sie seit 2014 lebt.

Blanka Urbanek, geboren in Krakau, arbeitet seit 2009 als Photographin mit künstlerischem Schwerpunkt auf Portrait- und Reportagenphotographie. 2012 gründete sie den artpace This Is Not A Gallery, ein Projekt um junge und zeitgenössische Kunst in Wien zu unterstützen. Blanka Urbanek lebt und arbeitet in Wien.

Stojan Vavti, Musiker, Slawist, Performer, geboren 1980 in Klagenfurt/Celovec. Zusammenarbeit mit Tina Leisch bei Elf Seelen für einen Ochsen - ENAJST DUS ZA ENEGA VOLA und dem Theaterstück Warten auf´s Bleiben im Rahmen des Refugee Protest Vienna. Er ist Mitglied des "hor29 Novembar". Projekte im Institut für Höhere Studien (OPAL), für LUDMILLA.ORG. Er ist Musiker in den Bands Fear its Soul, Zitterpartie, u.v.a. 2014 komponierte Stojan Vavti für den FM4 Protest Song Contest. Er lebt in Wien.

Natalie Ananda Assmann wurde 1988 geboren. Nach ihrer Schauspielausbildung in Wien, Festengagement am Theater der Jugend Wien entschied sich die Linzerin 2012 für die Freie Schauspielszene. Geprägt und inspiriert wurde Assmann vor allem durch ihre künstlerischen Arbeiten in Brasilien, Indien und Israel, wo sie zuletzt mit dem israelischen Regisseur David Maayan zusammen gearbeitet hat. Im Kino war Assmann zuletzt in Catalina Molinas preisgekröntem Film Unser Lied (Diagonalepreis 2012) zu sehen. Seit 2013 arbeitet Assmann intensiv mit dem amerikanischen Traumatherapeut und Acting Coach David Grand zusammen. Momentan führt Natalie Assmann Co-Regie mit der Filmemacherin Tina Leisch und der Wiener Performance Künstlerin Sandra Selimovic bei einem interdisziplinären Theaterprojekt mit Refugees und Wiener Künstlern. Hier auch die Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten syrischen Autor Ibrahim Amir. 2014 gründete Assmann das Kunstkollektiv I NEED LOVERS, das den kulturpolitischen Austausch zwischen jungen Künstlern international fördern soll; Das Kollektiv hat seinen Sitz in Wien im artspace"This Is Not A Gallery"; derzeit arbeitete Assmann an eine Erstaufführung am Klagenfurter Ensemble.

Kartenpreis: € 31,-


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