Klassik

Internationales Brucknerfest Linz


Brucknerhaus Linz

4010 Linz, Untere Donaulände 7

Fr., 04.09.2020 - So., 11.10.2020

  • +43-732-76120
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Das Internationales Brucknerfest Linz 2020 findet vom 4.9. bis 11.10. unter dem Motto „Kontroverse - Bruckner und seine Zeit(genossen)“ statt.

Wien, Schmelztiegel kultureller wie politischer Traditionen und seit 1868 Anton Bruckners Wahlheimat, war einer der Schauplätze des ästhetisch-ideologischen Parteienstreits zwischen „Neutönern“ und „Akademikern“, der sich auf publizistischer Ebene im sogenannten Musikstreit manifestierte. Ein klingendes Panorama dieser konfliktreichen Zeit zu entwerfen, ist das Ziel des Internationalen Brucknerfestes Linz 2020. Die planvolle Gegenüberstellung von Werken, die als typisch für die jeweilige ‚Partei‘ gelten können, soll es ermöglichen, aus der historischen Distanz und unbelastet von den Vor- und Fehlurteilen, mit denen die Musikpublizistik seinerzeit das Publikum beeinflusste, hörend das Trennende nachzuvollziehen, genauso aber das Gemeinsame zu entdecken. Wie ein roter Faden zieht sich dabei eine Reihe von Konzerten durch das Festivalprogramm, in denen Kompositionen Bruckners unmittelbar mit den Werken seines vermeintlichen Antipoden Johannes Brahms konfrontiert werden. Rund 140 Jahre nach den zeitgenössischen Kabalen laden die Kammer- und Vokalmusik sowie die sinfonischen Werke des Ansfeldener Katholiken und des Hamburger Protestanten auf diese Weise zum direkten Vergleich ein.

Indem es die von der zeitgenössischen Musikkritik wie auch den Komponisten selbst postulierten ästhetischen Differenzen und stilistischen Divergenzen nicht einfach als gegeben annimmt, sondern durch das gezielte Aufeinandertreffen vermeintlich gegensätzlicher und kompositorisch grundverschiedener musikalischer Werke überprüfbar macht, versucht das Brucknerfest 2020 zu bilanzieren, was von der damaligen Gegnerschaft geblieben ist, die Albert von Hermann 1882 als ein regelrechter „musikalischer Bürgerkrieg“ erschien.

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