Theater

Intakte Bewohner desolater Städte



Dieses Varieté mit seinen BewohnerInnen – inklusive Puppen, Wesen, Trickkisten – zeigt ein groteskes Panoptikum, in dem sich Landkarten und Shownummern abwechseln, Weltentwürfe drehen sich um sich selbst. Eine bizarre Reise ans Ende der Welt, wo die Angst vorm Fremden lauert, eine Reise an das Kap der guten Hoffnung ...

Um was dreht sich die Welt? Und in welche Richtung? Nach rückwärts, in die immer gleichen Katastrophen? Oder vorwärts, in neue Untergänge? Die Menschen haben seit frühester Zeit Karten gestaltet, um die Welt in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse sind so bunt, phantasievoll und schrill wie ein Varieté im Paris des 19. Jahrhunderts. Willkommen im Welttheater ‚Kap der Guten Hoffnung‘ – Illusionskunst und große Weltentwürfe geben sich bei uns die Hand. Hier ist's lustig, das lassen wir uns nicht nehmen …

In der Produktion INTAKTE BEWOHNER DESOLATER STÄDTE nimmt das Publikum Platz in einem alten verstaubten Varieté. Hier hausen zwei alternde Taschentrickspieler und Zauberkünstler, deren beste Tage schon vorbei sind. Sie teilen Erinnerungen an ‚famose‘ Erfolge und ‚spektakuläre‘ Auftritte – eine tragikomisch beckett’sche Dauerschleife, in der die beiden Lebenskunst-Artisten gefangen sind und auch gefangen sein wollen. Und dann ist da noch die glamouröse Impresaria. Eine schrille Diva, elegant und mondän, aber auch ein derbes Schandmaul vor dem Herrn. Irgendetwas war passiert, damals in dem schmuddeligen Theater in Marseille – der letzten Station ihrer Tournee: Die Impresaria ist verschwunden, und ward nie wieder gesehen. Und doch geht das Leben für alle drei weiter, so wie immer zuvor, und dreht sich von einem Weltenwurf zum nächsten und doch immer im Kreis ...

„Dies ist die Welt, verkündet die Babylonische Weltkarte, und Babylon ist die Welt. Für diejenigen, die sich als zu Babylon gehörig empfanden, muss es eine beruhigende Botschaft gewesen sein. Für die Betrachter, die dies nicht taten, war die Aussage über Babylons Macht und Herrschaft unmissverständlich“, so beschreibt Jerry Brotton die älteste erhaltene Darstellung der Welt auf einer Keilschrifttafel.

Schauspiel Thomas Beck, Christoph Bochdansky, Dorit Ehlers
Bühne Arthur Zgubic, Alois Ellmauer
Kostüm Hilde Böhm, Lili Pfeiffer
Puppenbau Christoph Bochdansky
Produktion Sabine Jenichl
Stückentwicklung ohnetitel (Thomas Beck, Dorit Ehlers, Arthur Zgubic) & Christoph Bochdansky

  • Sa., 12.01.2019

    19:30

    • Premiere
  • So., 13.01.2019

    19:30
  • Mo., 14.01.2019

    19:30
  • Do., 24.01.2019

    19:30
  • Fr., 25.01.2019

    19:30
  • Sa., 26.01.2019

    19:30