Vortrag · Literatur · Theater

Ingrid Brodnig - Lügen im Netz


Im Nachfolger zum vielbeachteten Buch "Hass im Netz" beschreibt Österreichs digitale Botschafterin in der EU, wie Fake News, Populisten und unkontrollierte Technik uns manipulieren.

Der Betrug ist allgegenwärtig. Mit Falschmeldungen und manipulierten Bildern wird im Internet Stimmung gemacht - und Wähler beeinflusst. Politische Manipulation wird zur realen Gefahr. Gerade Populisten und extreme Bewegungen profitieren von diesen Schattenseiten des Internet. Das Netz, das eigentlich ein Medium der Aufklärung und menschlichen Verständigung sein sollte.

Online-Expertin Ingrid Brodnig erklärt, weshalb "alternative Fakten" so stark wirken, welche neuen Methoden der Irreführung entstehen und wie intransparente Technikkonzerne das Problem noch weiter vergrößern. Ohne ethischem Kompass steckt ein enormes Missbrauchspotenzial im Netz. Aber das muss nicht so bleiben: Wir können die Mechanismen der Manipulation durchschauen und auch von den großen Technikunternehmen Unterstützung einfordern. Vom einzelnen Bürger, über die Zivilgesellschaft bis hin zu den Parteien können wir unsere Demokratie verteidigen.

Ingrid Brodnig, geb. 1984 in Graz, ist Publizistin mit Fokus auf die digitale Debattenkultur. 2017 wurde sie zum "Digital Champion" Österreichs für die Europäische Kommission ernannt, als solche soll sie die Digitalisierung Europas mitvorantreiben. Für das Nachrichtenmagazin "Profil" schreibt sie eine wöchentliche Kolumne über das Leben in vernetzten Zeiten. 2016 erschien ihr vielbeachtetes Buch "Hass im Netz. Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können", für das sie mit dem Bruno-Kreisky-Sonderpreis für das politische Buch ausgezeichnet wurde.

Moderation: Barbara Krennmayr


Vergangene Termine