Theater

In eigener Sache


Eine Erinnerung an die „jüdischen Künstlerspiele“ im Nestroyhof 1927 - 1938.

„Das jüdische Theater soll ein Spiegel des jüdischen Lebens unserer Zeit sein. Es soll durch künstlerische Leistungen Argumente der Gegner des Judentums entkräften und ihre Grausamkeiten aufzeigen“, meinte Jakob Goldfliess, Prinzipal der Truppe „jüdische Künstlerspiele“ 1937, ein Jahr vor dem Anschluss.

Die „jüdischen Künstlerspiele“ waren eines von sechs jüdischen Theatern, welche um die Jahrhundertwende in Wien existierten und den Nestroyhof elf Jahre mit einem literarisch anspruchsvollen Programm kontinuierlich bespielten. Stücke von Arnold Zweig, sowie Ernst Toller und Strindberg in jiddischer Sprache, aber auch Revuen von Abisch Meisels, die sich mit den drängenden Fragen einer schon damals entrechteten jüdischen Bevölkerung und der zionistischen Hoffnung auseinandersetzten, standen auf dem Spielplan.
Was ist mit den SchauspielerInnen und KünstlerInnen geschehen, die bis kurz vor dem geistigen und kulturellen Zusammenbruch unter den größten Schwierigkeiten mit Mut und Hingabe im Nestroyhof Theater spielten und Teil der kulturellen Identität dieser Stadt waren?

Durch den Abend führt Frederic Lion, künstlerischer Leiter des Theater Nestroyhof Hamakom, für den musikalischen Rahmen sorgt Cantor Shmuel Barzilai. Die Veranstaltung ist bei freiem Eintritt zu besuchen. Um Anmeldung wird gebeten.


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