Party · Diverses · Kunstausstellung

In der Kubatur des Kabinetts - Der Kunstsalon im Fluc zeig:


”Content of Form”

mit
Tomas Eller
Sanja Ivekovic
Nicolas Jasmin
Vikenti Komitski

Kuratiert von Walter Seidl
DJs Stefan Geissler, Nicolas Jasmin, Walter Seidl

Die Ausstellung “Content of Form” versammelt Positionen, die unterschiedliche künstlerische Medien verhandeln, in denen traditionelle Formate der Präsentation thematisiert werden. Malerei, Fotografie, Video, Performance, Installation, all diese Medien dienen als Grundlage zur Untersuchung von Strukturen, die traditionelle Formen des Alltags vorformulieren. Wie beziehen sich Inhalt und Format der Präsentation aufeinander und wie weit versucht Kunst jene Formate der Repräsentation zu hinterfragen? Das FLUC als multidisziplinärer Veranstaltungsort und heterogener Architekturkomplex bildet zahlreiche Anknüpfungspunkte, der eine Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen ermöglicht und gleichzeitig die urbane Situation übergeordneter architektonischer Elemente mitreflektiert. Künstlerische Eingriffe in diese formalen Grundstrukturen stehen vor der Herausforderung, sich mit Inhalt und Form des Vorhandenen auseinanderzusetzen und vorgefundene Blickregime neu zu definieren.

Tomas Eller interveniert in die Fassadenstruktur des FLUC. Der großformatige Fotobanner mit dem Titel “Electric Night” zeigt ein Close-up eines schlafenden Japaners in einer U-Bahn und bildet dadurch einen Gegenpol zu den nächtlichen Aktivitäten rund um den Praterstern.

Ellers Videoarbeit “Fluchtgeschwindigkeit ist größer als Lichtgeschwindigkeit” im Inneren des FLUC zeigt eine Performerin, die sich durch eine Röhre fortbewegt und in einem Licht-reflektierenden Overall jene Dichotomie zwischen Innen und Außen sowie zwischen Licht und Dunkel aufzuheben versucht.

Sanja Iveković´s Video “Make up, Make Down” setzt sich mit dem persönlichen Ritual des Make-up Auftragens auseinander, eine Aktivität, die sich zwischen Spiegel und Kamera abspielt. Die Isolation des Privatraumes dringt per Video in die Öffentlichkeit, wodurch das performative Element der Formgebung des Gesichts in ein Zeit-Raumkontinuum übertragen wird.

Nicolas Jasmin´s Installation setzt sich mit dem Wort “Content” auseinander, das im Englischen “Inhalt”, aber sowohl im Englischen als auch im Französischen “zufrieden” bedeutet. Seine konzeptuelle Malerei hinterfragt die Strukturen des Mediums und widmet sich der Wahrnehmung räumlicher Strukturen und der ihr eingeschriebenen Worte.

Vikenti Komitski thematisiert ebenfalls Momente der sprachlichen Wahrnehmung in seiner Textinstallation “Beauty has nothing to do with the way things look”. Diese speziell für das FLUC entwickelte Arbeit setzt sich mit ästhetischen Grundparametern auseinander und hinterfragtsituationsbedingt die unterschiedlichen visuellen Ebenen, die in diesem urbanen Diskursfeld aufeinander treffen.


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