Theater

In aller Ruhe


Owen McCafferty, Jahrgang 1961, der als Hausautor für das Royal National Theatre in London arbeitete, erzählt in IN ALLER RUHE („Quietly") vom Trauma der Gewalt und vom Wunsch nach Vergebung.

Belfast, 1974. Der Sechzehnjährige Ian, angeworben und radikalisiert durch die UVF, wirft eine Bombe in ein Pub und tötet alle Gäste, sechs Männer, Familienväter, die ein Spiel der Fußball-WM anschauen. Sechsunddreißig Jahre später treffen sich der Sohn eines der Opfer, Jimmy, und der Attentäter Ian in der gleichen Bar; wieder läuft ein Fußballspiel, Nordirland gegen Polen. Der einzige interessierte Zuschauer ist der polnische Barkeeper Robert: Als Ausländer ist er nicht direkt in den Nordirlandkonflikt involviert und er ist zu jung, um die schlimmsten Auseinandersetzungen miterlebt zu haben. In der Gegenwart ist er allerdings der Bedrohte: Vor der Bar wartet ein Trupp gewaltbereiter Jugendlicher, die nach dem Sieg Nordirlands im Fußballspiel zum Angriff übergehen.

Owen McCafferty, Jahrgang 1961, der als Hausautor für das Royal National Theatre in London arbeitete, erzählt in IN ALLER RUHE („Quietly") vom Trauma der Gewalt und vom Wunsch nach Vergebung. Seine Figuren sind getrieben von dem Versuch, die Deutungshoheit über die eigene Identität zu behalten. Ein leises, tiefgründiges Stück über zwei Leben und das, was andere daraus gemacht haben.

Mit „Quietly“ gewann Owen McCafferty 2013 den „Writers Guild Award for Best Play“ sowie die Auszeichnung beim renommierten Edinburgh Fringe Festival.

Regie: Heike Frank
Bühne & Kostüm: Ralph Zeger

Owen McCafferty
Deutsch von Michael Raab

ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG


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