Theater

In allen Netzen ist Ruh


Graz, am 31.12.2014. Weihnachten ist vorbei, Sylvester steht bevor. Seit Mitte des Jahres geht ein Gerücht um an den Schulen, in den Straßenbahnen, in den Firmen der stadt: das Internet ist scheiße. Die Stadt geht offline.

Eine Gruppe von Menschen, von denen keiner weiß, wer sie sind, hat sich vorgenommen, ab 1.1.2015, punkt null uhr null, alle Verbindungen zu kappen und der Stadt eine Woche offline zu schenken. Auf facebook, instagram, twitter und im Bürgermeisteramt hat sich Panik ausgebreitet, weil keiner weiß wie und wann was genau passieren wird. Doch das Vorhaben hat viele Anhänger und Anhängerinnen in der Bevölkerung gefunden: Jugendliche, Kinder, Erwachsene und alte Menschen finden Gefallen an der Aktion und treffen sich illegal und unbeobachtet auf Onlineplattformen wie “Graz ohne Netz und doppelten Boden”.

Das Stück “In allen Netzen ist Ruh” dreht sich um drei Menschen, die sich online treffen. Sie kennen sich nicht, aber sie haben einen gemeinsamen Auftrag: die Stadt ohne Netz. Zusammen planen sie die Aktion, tauschen Informationen aus, präsentieren sich, pokern um ihre Fähigkeiten, blühen auf, bekommen Angst, überzeugen sich neu, entwerfen Strategien, vernetzen sich. Und ganz langsam wird den dreien klar, dass sie mehr teilen, als ihnen lieb ist.


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