Theater

Immer noch Sturm


Handkes „(Anti-)Nationalepos“ und „Welttheater-Stück“ wurde vielfach ausgezeichnet. In berückend schöner Sprache erzählt es von Glück und Armut, Liebe und Verbannung, von den Wechselfällen der großen Politik und deren immer trügerischen Versprechungen.

Schauspiel in fünf Bildern von Peter Handke.

Auf einer Heide im Jaunfeld steht ein Apfelbaum. An ihm hängen 99 Äpfel. Darunter eine Bank. Und auf der Bank ein Mann, der schicksalhaft mit dieser Landschaft und ihrer Geschichte verbunden ist. Er kommt nicht davon los. Bald kommen – mit dem typischen Jaunfeldschritt – seine Vorfahren auf den Platz. Sie sind noch jung, viel jünger als der Mann, der doch ihr Sohn ist oder Enkelkind. All das mag ein Traum sein oder die Erinnerung an Dinge, die einmal erzählt und dann zu Träumen wurden. „Ihr Vorfahren ihr: Ihr macht mir ganz schön zu schaffen. Wann gebt ihr endlich Ruhe? Wie kommt es bloß, dass ihr fortwährend auftretet?“ Es ist Peter Handkes eigene Geschichte, die Geschichte seiner Mutter, einer Kärntner Slowenin, die sich im Zweiten Weltkrieg in einen Deutschen verliebte. Die Geschichte ihrer Familie und ihres Volkes, mit dem es die Weltgeschichte nicht besonders gut gemeint hat. Und die Geschichte des Widerstands, den die Slowenen gegen die Geschichte leisteten.

Inszenierung
Stephanie Mohr
Bühne
Florian Parbs
Kostüme
Nini von Selzam
Musik
Wolfgang Schlögl

Besetzung
"Ich"
Christian Higer
Meine Mutter
Anna Rieser
Meine Großmutter
Katharina Hofmann
Mein Großvater
Lutz Zeidler
Gregor, "Jonatan", der älteste Bruder der Mutter
Julian Sigl
Valentin, der zweitälteste der Brüder
Benedikt Steiner
Ursula, "Snežena", Schwester der Mutter
Gunda Schanderer
Benjamin, der jüngste Bruder
Markus Ransmayr


Vergangene Termine