Theater

Im Auge des Sturms


SchülerInnen zweier Schulen, die unterschiedlicher nicht sein können, ­ die vorwiegend von Mädchen besuchte Ferrarischule und die vorwiegend von Burschen besuchte Neue Mittelschule 2 aus Schwaz bringen gemeinsam ein Stück auf die Bühne, in dem sie sich mit ihrer jeweiligen Lebensituation auseinandersetzen und gleichzeitig andere Perspektiven übernehmen.

Ein Mädchen hält ihren Alltag nicht mehr aus und flüchtet sich in eine öffentliche Toilette (Das Auge des Sturms). In diesem seltsamen Ort, der ein wenig an einen alten Zirkuswagen erinnert, trifft sie auf eine geheimnisvolle Klofrau. Diese beginnt dem Mädchen eine Geschichte zu erzählen, die sie in die fremde Welt eines Zirkus entführt.

Figuren, Themen, Dialogteile, Ideen entstammen der Schreibwerkstatt mit den SchülerInnen. Im Text wird die Macht der Kreativität, der Ohnmacht des oftmals fremdbestimmten Alltags junger Menschen gegenübergestellt. Alles verpackt in eine fantastische Geschichte.

Das Modell der Abenteuerreise eines Helden/einer Heldin ist ein universell gültiges. Ob Inuit oder Aborigines, sie erzählen ihre Geschichten nach den gleichen Mustern mit denselben Figuren, nur eben an ihre jeweilige Kultur und Zeit angepasst. Das gilt genauso für die Odyssee, die Geschichte Jesu Christi, den Star Wars Zyklus oder andere Mythen.

Anhand dieses Modells begeben sich die SchülerInnen der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Innsbruck und der Neuen Mittelschule 2 in Schwaz gemeinsam mit dem „westbahntheater“ Innsbruck auf die Reise, dieses Modell in einen fiktiven Kontext zu übertragen, Figuren zu erfinden, oder es in irgendeine Zeit zu versetzen.

Das Besondere dabei ist, dass an diesem Projekt zwei Schulen beteiligt sind, die unterschiedlicher nicht sein können: die Ferrarischule, die vorwiegend von Mädchen besucht wird, im Gegensatz zur Neuen Mittelschule, die von Burschen bevorzugt wird. Sie sollen gemeinsam ihre jeweiligen Lebenssituationen, Erlebnisse auf der Bühne “ausagieren” und ihnen gleichzeitig eine Perspektivenübernahme ermöglichen.

Regie: Konrad Hochgruber
Schreibwerkstatt: Thomas Gassner


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