Vortrag

Ilker Ataç, Michael Fanizadeh, VIDC - Türkei. Kontinuitäten, Veränderungen, Tabus


Podiumsdiskussion mit Pınar Selek (Publizistin und Soziologin, Universität Straßburg),Yüksel Taşkın (Politikwissenschaftler, Marmara Universität, Istanbul), Bülent Küçük (Soziologe, Boğaziçi Universität, Istanbul)
Moderation: Ilker Ataç (Politologe, Universität Osnabrück/VIDC)

In 16 Beiträgen vermittelt das Buch den politisch-wissenschaftlichen Diskurs, den das VIDC im Rahmen seiner Vortragsreihe zur Türkei in den letzten Jahren initiiert hat.
Seit dem Ende der Friedensverhandlungen mit der kurdischen PKK im Sommer 2015 ist eine Zuspitzung der Polarisierung der Politik und der Gesellschaft in der Türkei feststellbar. Nach der Wahl am 1. November 2015, bei der die AKP (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung) nach vier Monaten wieder ihre absolute Mehrheit zurückgewann, nahmen die Repressalien gegen Journalistinnen sowie gegen die kurdischen und sozialen Bewegungen weiter zu. Das Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte gegen militante kurdische Jugendliche und die PKK in Städten wie Cizre, Diyarbakır, Lice und Şırnak im Osten der Türkei kostete bisher hunderte Menschenleben und beförderte einen Ausnahmezustand in dieser Region. Zudem werfen die Bombenanschläge von Ankara, Diyarbakır, Suruç und Istanbul sowie die umstrittene Syrienpolitik der türkischen Regierung viele Fragen auf. Wie steht es um die Zivilgesellschaft in der Türkei? Wie kann der Friedensprozess mit den Kurdinnen wieder in Schwung kommen? Welche Rolle spielt die türkische Außenpolitik bei den Konflikten in der Region? Warum kann sich die AKP, allen politischen und sozialen Krisen zum Trotz, so lange und erfolgreich an der Macht halten?


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