Literatur

Ilija Trojanow , Klaus Zeyringer - Von Olympischen Spielen & einer persönlichen Olympiade


Zwei sportliche Sachbücher – beide im Frühjahr 2016 im S. Fischer Verlag erschienen – werden an diesem Abend vorgesellt: „Meine Olympiade. Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen“ von Ilija Trojanow sowie „Olympische Spiele. Eine Kulturgeschichte von 1896 bis heute“ (Band 1: Sommer) von Klaus Zeyringer.

Während der Olympischen Spiele 2012 fasst der Autor Ilija Trojanow einen ehrgeizigen Entschluss: Er will alle achtzig Olympia-Sommer-Einzeldisziplinen trainieren. Sein Ziel: halb so gut abzuschneiden wie der Goldmedaillengewinner von London. Gesagt, getan. Trojanow wirft Diskus, Speer und Hammer, misst sich im Zehnkampf, lernt Ringen im Iran, boxt in Brooklyn, absolviert das Judotraining in Japan und läuft im Hochland von Kenia. Sein Bericht einer Selbsterfahrung bietet einen einzigartigen, faszinierenden Einblick in die Welten des Sports.

Der Germanist und Literaturkritiker Klaus Zeyringer widmet sich der Kulturgeschichte des größten Sportereignisses aller Zeiten. Mit Sackhüpfen, Kanonenschießen und Seilklettern begann die Neuauflage der olympischen Spiele Ende des 19. Jahrhunderts. Daran zeigt sich, wie die Idee des Barons von Coubertin in der damaligen Kultur verhaftet war. Eine Geschichte der Olympischen Spiele muss als Kulturgeschichte erzählt werden: von den idealistischen Anfängen bis zum Massenspektakel von heute – inklusive politischer Verstrickungen und voll Skurrilität der Welt des Sports.

Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, lebt in Wien und auf Reisen. 2015 erschien vom vielfach ausgezeichneten Autor der Roman „Macht und Widerstand“.

Klaus Zeyringer, geboren 1953 in Graz, Universitätsprofessor, Literaturkritiker, Moderator. Zuletzt erschien von ihm „Fußball. Eine Kulturgeschichte“ (2014).


Vergangene Termine