Alte Musik · Oper · Theater

Il ritorno d'Ulisse in patria


Szenische Aufführung, gesungen in italienischer Sprache, mit deutschen Übertiteln. In Kooperation mit Den Norske Opera & Ballett Oslo.

„Diese in Marmor gemeißelte Musik zeigt uns, dass wir es in dieser Oper mit Göttern zu tun haben, die sich auch wirklich wie Götter benehmen“, erklärt der musikalische Leiter Alessandro De Marchi den eigenen Tonfall, den Monteverdi im „Ulisse“ anschlug. „Auch der Titelheld hat Momente, in denen er stark ist und unsterblich wird“ – immer dann, wenn eine Gott heit direkt mit ihm in Kontakt tritt. Es gibt also in der Musik zwei Ebenen: eine himmlische und eine irdische. An der musizierenden Nachwelt Monteverdis liegt es, diese Ebenen zu betonen.

Denn schriftlich sind zwar die melodische Linie und der begleitende Bass, aber keine Instrumentierungsangaben, geschweige denn ein auskomponierter Notensatz überliefert. De Marchi: „In meiner Bearbeitung sprechen die Götter immer in einer bestimmten Aura, die ich mit Streichern, Zinken und Posaunen instrumentiert habe. Wenn hingegen die sterblichen Menschen singen, spielt alleine das Continuo.“ Da nicht für alle theatralischen Geschehnisse komponierte Musik überliefert ist, nimmt De Marchi für solche Szenen Anleihe im reichen Fundus von Monteverdis Madrigalen. Auf diese Weise gelangt auch das berühmte „Lamento della Ninfa“ in die Oper: „Amor, sprach sie ...“ Nicht zuletzt wird damit die starke weibliche Seite in dieser männerdominierten Heldenwelt der griechischen Sage betont.


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