Alte Musik · Klassik

Il Fondamento


Im 300. Geburtsjahr von Carl Philipp Emanuel Bach – einem der wichtigsten Väter der Klassik und Sohn J. S. Bachs – führt Paul Dombrecht nach 230 Jahren wieder dessen 1775 für Hamburg komponiere Lukaspassion auf.

C.P.E. Bach werden 21 Passionen zugeschrieben, die er zum Großteil nicht neu komponiert, sondern Werke von anderen Komponisten – darunter auch seines Vaters – arrangiert hat. Grund dafür war unter anderem Hamburg, die Stadt, in der er ab 1768 städtischer Musikdirektor und Kantor war. Innerhalb seines Dienstes musste er jedes Jahr eine Passion schreiben, die nicht zu lang sein durfte, da sie als Teil der Liturgie und nicht wie in Leipzig in einer eigenen Feier aufgeführt wurde.

Die Lukaspassion H 778 basiert auf einem Werk von Gottfried August Homilius. Bach bleibt in seiner Bearbeitung manchmal dessen Musik treu, macht aber auch radikale Veränderungen – lässt Zahlen weg, kürzt, bearbeitet Arien für andere Stimmlagen oder Instrumente. Man erlebt einen C.P.E. Bach, der seinen Stil und Geschmack auf die Musik eines anderen Komponisten überträgt.

Il Fondamento; Ltg: Paul Dombrecht

Caroline Weynants (Magdalena), Amélie Renglet – Sopran
Andrew Radley – Altus (Anderer Übeltäter)
Reinoud Van Mechelen – Tenor (Evangelist)
Thibaut Lenaerts – Tenor (Erster Übeltäter)
Huub Claessens – Bass (Jesus)
Lieven Termont – Bass (Petrus, Pilatus)

Einstimmung: 19:15 Uhr


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