Oper · Klassik

Idomeneo, re di Creta


Mit Idomeneo, komponiert für den Karneval am Münchner Hof (1781), versuchte sich der junge Mozart bereits als Erneuerer der Oper seiner Zeit: Er verband Formen der französischen Oper mit denen der italienischen und integrierte Chor und Ballett.

Zum 10-jährigem Jubiläum der Wiedereröffnung des Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien erhalten die zwei Komponisten, die für die Geschichte des Hauses wichtig sind, ihren Platz mit zwei Jubiläumskonzerten: neben Beethovens Fidelio präsentieren wir auch Mozarts Idomeneo unter der musikalischen Leitung von René Jacobs, einem der wichtigsten Dirigenten für das Repertoire des 18. Jahrhunderts, der auch mit am nachhaltigsten das Profil des Theater an der Wien in den letzten zehn Jahren geprägt hat.

Mit Idomeneo, komponiert für den Karneval am Münchner Hof (1781), versuchte sich der junge Mozart bereits als Erneuerer der Oper seiner Zeit: Er verband Formen der französischen Oper mit denen der italienischen und integrierte Chor und Ballett. Da Mozart in München eines der besten Orchester der damaligen Zeit zur Verfügung stand, spielen die Instrumentalfarben in der Partitur eine größere Rolle als in allen seinen anderen Opern. Subtil deutet Mozart allein schon mit dem Orchesterklang die psychologischen Ausnahmesituationen der Figuren: Ein Vater,
der seinen Sohn opfern soll; ein Sohn, der gegen den Willen seines Vaters eine traurige, gefangene Prinzessin liebt; eine beleidigte Prinzessin und ein erzürnter Gott – das Drama vollzieht sich furios in der Musik.

Dramma per musica in drei Akten (1781)
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Giambattista Varesco

Besetzung
Musikalische Leitung
René Jacobs
Idomeneo
Jeremy Ovenden
Idamante
Gaëlle Arquez
Ilia
Sophie Karthäuser
Elettra
Alex Penda
Arbace
Julien Behr
Gran Sacerdote di Nettuno
Nicolas Rivenq
La Voce
Christoph Seidl
Orchester
Freiburger Barockorchester
Chor
Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)


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