Kunstausstellung

Ibon Aranberri - Finite Location


Ibon Aranberri setzt sich in seinen Arbeiten mit dem komplexen Gefüge von Ästhetik, Geschichte und Politik auseinander.

Besondere Beachtung schenkt er dabei dem Format der Ausstellung, die für ihn ein ästhetisches und räumliches Ereignis von großer Bedeutung ist und gleich einem Organismus funktioniert: die Autonomie und Individualität einzelner Arbeiten wird dem Wechselspiel ihrer Beziehungen, Verbindungen und Widersprüche untergeordnet.

In seiner Ausstellung Finite Location (Endlicher Ort) in der Secession nimmt Aranberri in einer kuratorischen Geste eine Rekonfiguration bestehender Arbeiten vor. Mit Blick auf die Idee einer imaginären Landschaft stellt er die große Fotoinstallation Política Hidráulica (Water Policy, 2004–2010) den Skulpturen Found Dead (2007) und der leeren Gußform einer Bronzeskulptur für einen "unbekannten Philosophen" gegenüber. Der gemeinsame Nenner dieser drei Arbeiten liegt in ihrer ursprünglichen Lesart als Arbeiten zu den Themen Landschaft, Monument und Repräsentation von Macht. Mit dem Titel Finite Location betont Aranberri die Temporalität dieser Setzung, die zum Zeitpunkt ihrer Verbindung auch schon ihren Zerfall in sich trägt. Mit der Konzeption der Ausstellung schafft er eine Komplexität, in der die ursprünglichen Kontexte und Intentionen der einzelnen Werke aufgehoben werden und die gleichzeitig den kapitalistischen Zyklus von Produktion, Präsentation und Inwertsetzung künstlerischer Arbeiten unterwandert.

Ibon Aranberri, geboren 1969 in Itziar-Deba in der baskischen Provinz Gipuzkoa, lebt und arbeitet in Bilbao.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr


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