Literatur

Ianina Ilitcheva - 183 Tage - Leben im sozialen Exil


"Ich kann fliegen. Ich kann im Dunkeln sehen. Ich bin unsterblich."

183 Tage schließt sich Ianina Ilitcheva von fast allen Interaktionen weg. Kein Kontakt mit Freunden und Bekannten. Keine Anrufe. Keine E-Mails. Keine Textnachrichten. Sie begibt sich in ein soziales Exil und zieht sich zurück in ihr Inneres, neugierig, an den äußersten Rand des Alleinseins zu gelangen. Sie hat einen genauen Fahrplan, Regeln, die sie einzuhalten hat, aber trotzdem kommt alles anders als erwartet.
333 Notizen, 183 Fotografien, Selbstporträts, Illustrationen, Gedichte und Tagebucheinträge erzählen persönlich, ungebremst und ungeschönt von diesen Tagen des Rückzugs. Die Stimme der Autorin ist laut und leise, traurig und überschwänglich, poetisch und sachlich, und sie erzählt mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Sprachgewalt von den großen und kleinen Dingen des Lebens: „Meine größte Angst ist, dass mir eine Möwe auf den Kopf scheißt.“

IANINA ILITCHEVA, geboren 1983 in Angren, Usbekistan, lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste und seit 2013 Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. „183 Tage“ ist ihr erstes Buch.


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