Tanz · Theater

Hubert Lepka/lawine torrèn - Über die Herstellung von Landschaft


Eine romantische Geschichte, bei der Tänzer, Schauspieler, ein Zimmerer, ein Baum, ein A-cappella-Chor und eine Videowall auf eindrucksvolle Weise die Erzeugung von Natur inszenieren.

Erstmals seit 1999 spielt lawine torrèn wieder auf einer herkömmlichen Bühne und nicht an einem Ort im Freien.

Ein Baum wird zersägt, aus seinem Holz entsteht ein kleines Haus. Die dazugehörige Landschaft wird durch ein bewegliches Display auf die Bühne gebracht, das einen präzise choreographierten Film projiziert. Zur Mehrstimmigkeit dieser bewegten Bilder und Tanzsequenzen gesellt sich die Polyphonie des Textes und der Musik: mit einem Film als Leuchtteppich und einem Soundscore, der A-cappella-Werke der Renaissance mit Sägen und Hämmern zu einer konstruierten Heimat verbindet.

So wie Tourismus die Landschaft in ein Gestell verwandelt, verwandelt der dunkle Illusionsraum des Theaters selbst die Vorspielung von Liebe in ein Gestell.— Hubert Lepka

dee und Regie: Hubert Lepka
Tanz: Daniela Faria, Giovanni Jussi, Mirjam Klebel
Schauspiel: Marion Hackl, Stephan Kreiss
Holz: Rudolf Hauser
Chor: Acht Männerstimmen, Leitung Martin Fuchsberger
Film:
Stefan Aglassinger
Videowall:
Christian Wymetal
Still Photography: Magdalena Lepka
Lichtdesign:
Frank Lischka
Produktionsleitung: Klaudia Gründl de Keijzer

lawine torrèn, von Hubert Lepka gegründet, arbeitet als Künstlernetzwerk im Spannungsfeld von Kunst, Ökonomie und Wissenschaft. Dabei entstehen „invisible tales”, Performances, die in einem vielschichtigen, erzählerischen Zusammenhang stehen, aber nur einen Teil davon zeigen, abbilden oder filmisch darstellen. 1989 debütierte die Gruppe mit 108 EB bei der Sommerszene und hat seither mehr als 50 Produktionen, vorwiegend an ungewöhnlichen Schauplätzen im öffentlichen Raum, realisiert.


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