Pop / Rock

Horst Chmela


Bekannte und weniger bekannte Lieder aus dem Lebenswerk des großen Wiener Musikers und gleichzeitig ein Querschnitt durch all seine Musikfacetten.

Es gibt Sternchen. Es gibt Stars. Und es gibt Legenden. Horst Chmela ist eine solche Legende – in, für und aus Wien. 2014 feiert er nicht nur seinen 75. Geburtstag, sondern auch sein 50jähriges Bühnenjubiläum. Das kommt nur einmal vor im Leben – und wird ordentlich gefeiert: mit einem grossen Galakonzert mit Horst als Gastgeber, Gästen und allen Hits. Am 31. Oktober in der Planet-Bank Austria-Halle im Wiener Gasometer.
„Ana hat immer des Bummerl“, der grösste Erfolg in der langen Karriere Host Chmelas, steht dabei selbstverständlich am Programm. 1971 geschrieben, zählt dieses Neo-Wienerlied – von dem über 240 Coverversionen existieren – längst zu den Evergreens. Aber auch Songs wie „Her mit meine Henna (... der Gockala is’ do)“ oder „Der deppate Bua“ sind tief eingedrungen in das kollektive Gedächtnis des Landes. Bis heute ist Horst Chmela als enorm populärer, vielseitiger und produktiver Komponist und Texter tätig – zuletzt etwa für Florian Silbereisen.
Begonnen hat die musikalische Laufbahn des Wiener Originals schon in den frühen sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Aufgewachsen in einer 24 Quadratmeter-Wohnung, die fünf (!) Menschen bewohnten, und nach einer Lehre als Schuhmacher, die – wie zuvor schon der Vater und Bruder - der blutjunge Horst Chmela anno 1962 mit der Meisterprüfung abschloss, widmete er sich dem Faszinosum Rock’n’Roll.
Die eigene Band The Sunset Four brachte es zu einiger Popularität, regelmässigen Schallplattenaufnahmen – 12 Singles und eine LP – und mit dem Titel „Symphony d’amore“ zu einem dritten Platz in der Hitparade (hinter den Beatles und Pierre Brice). 1969 ging die Gruppe dennoch auseinander – für Chmela übrigens der Grund, das melancholische „Bummerl“ zu verfassen. Womit umgehend der nächste Karriereabschnitt begann.
Millionen verkaufte Tonträger, unzählige Radio- und TV-Auftritte, das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien, die Robert Stolz-Plakette und die „Goldene Krone der Volksmusik“ der ARD sind eine eindrucksvolle Bilanz. Sie umfasst zudem mehr als 420 Songs, zwanzig CDs, unzählige Coverversionen und Kollaborationen mit Jose Feliciano, Karl Hodina, Herbert Prohaska, Norbert Schneider u.v.a. Dass Sohn Host Chmela jun. ebenfalls als Musiker tätig ist, rundet die Vita ab.
Um einen konzentrierten Überblick über das Leben und Schaffen Horst Chmelas zu erhalten, erscheint im Herbst 2014 – rechtzeitig zum Gasometer-Jubiläumsevent – auch die Doppel-CD „Horst Chmela : Galakonzert“, die einerseits die grössten Hits versammelt, andererseits aber auch neues, bislang unveröffentlichtes oder so noch nie gespieltes Liedmaterial zu Gehör bringt. Gut gelaunt, pointiert und vital wie eh und je.
„Ana hot imma des Bummerl“: wenn es einen Musiker in diesem Land gibt, auf den dieses Urteil nicht zutrifft, dann ist es der Schöpfer des Liedes selbst: Horst Chmela.


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