Theater

Homohalal



Eigentlich sollte „Homohalal“ im Frühjahr 2016 am Volkstheater uraufgeführt werden. Doch kurz davor wurde Ibrahim Amirs Stück vom Spielplan genommen. Grund: Die aufgeheizte Diskussion. Nun feiert „Homohalal“ im WERK X in Meidling seine österreichische Erstaufführung.

– Österreichische Erstaufführung

Inszenierung: Ali M. Abdullah
Bühne und Kostüm: Renato Uz
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf
Licht: Alexander Suchy

Mit: Constanze Passin, Stephanie K. Schreiter, Yodit Tarikwa, Christoph Griesser, Johnny Mhanna, Daniel Wagner, Arthur Werner

Weltweit sind rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht, gut eine Million kam im Jahr 2015 nach Europa, wo seither eine hysterische Diskussion entbrannt und ein dramatischer Rechtsruck zu verzeichnen ist. Während die Fremdenfeinde Geflüchtete als „Invasoren“ phantasieren und Bürgerkriegsszenarien an die Wand malen, nahm das Wiener Volkstheater Ibrahim Amirs Stück „Homohalal“ vom Spielplan – aus Angst, eine Komödie über alltägliche zwischenmenschliche und interkulturelle Konflikte könne in der aufgeheizten Atmosphäre falsch verstanden werden. Dabei verweigert Amir lediglich einen idealisierenden Blick auf Geflüchtete und blendet leidlich bekannte Probleme wie etwa die im arabischen Raum verbreitete Homophobie nicht aus.

Das WERK X macht in dieser Spielzeit einen neuen Anlauf, das angeblich so brisante Werk in Wien vorzustellen. Ali M. Abdullah versucht dabei, Menschen als Gattungswesen zu betrachten, die überall auf der Welt ähnliche Fehler und Probleme haben und sich darin letztlich weniger unterscheiden, als manche Zeitgenossen glauben. Das wird man ja wohl noch inszenieren dürfen!

  • Do., 29.03.2018

    19:30
  • Fr., 30.03.2018

    19:30
  • Sa., 31.03.2018

    19:30