Theater

Hofstätter, Bohatsch & Zrost - Nein, diese Suppe ess ich nicht


Maria Hofstätter, eine der spannendsten Darstellerinnen des neuen österreichischen Films, in einer philosophisch-literarischen Musikperformance über Ungehorsam.

Die Frage ist, ob jemand, der seine Suppe nicht essen will, einfach nur renitent ist oder ob es vielmehr einen guten Grund gibt. Die Suppe kann ja vergiftet sein. Und würde es nicht auch reichen festzustellen, dass diese Suppe schlecht schmeckt? Und dass es eben eine Frage des Verstandes und des Herzens ist, statt einer schlechten Suppe eine gute Suppe kommen zu lassen? Es scheint ein mysteriöses Prinzip der Politik zu sein, den Bürgern schlechte Suppen vorzusetzen!

Jahrhunderte lang haben Könige, Priester, Feudalherren, Industrielle und Eltern darauf bestanden, dass Gehorsam Tugend und Ungehorsam ein Laster sei. Aber die Menschheitsgeschichte begann mit einem Akt des Ungehorsams, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie mit einem Akt des Gehorsams ihr Ende finden wird.

Zwischen Dostojewskij und Josef Hader wird der Bogen gespannt, mal schräg kabarettistisch, mal mit subkutaner Tiefenbohrung, schräg bissig und unglaublich komisch. Gemeinsam mit Helmut Bohatsch und Martin Zrost grast Hofstätter aus der blühenden Wiese des Ungehorsams.

Mit Texten von: Achternbusch, Nestroy, Brecht, Kafka, Thoreau, Dostojewskij und Melville, mit Märchen, Gedichten und Chansons …


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