Literatur · Theater

Hitlermädel verraten nichts! März 1938. Frauen zwischen Jubel und Flucht


Schauspielerin Andrea Schramek liest Zeitungsartikel und Zeitzeuginnenberichte.

Von Frauen, die sich auf den Weg nach Berchtesgaden machten, um zu erfahren, dass Hitler nicht „schläft“, zu Frauen, die ihr Leben aufs Spiel setzten und nun, befreit und stolz „Gerechtigkeit“ erfahren, zu den Tagebuchaufzeichnungen von Hélène Haluschka, einer in Graz verheirateten Französin, die Hitlers Rede und die Euphorie der Grazer beschrieb und die 1959 mit dem Peter-Rosegger-Preis geehrt wurde, zu kleinen Freundinnen, die, als sich das neue Regime mit brummenden, drohenden Flugzeugen über den Himmel spannte, über Nacht auseinander gerissen wurden, zu Beschreibungen von Exil-Autorinnen, wie Hermynia zur Mühlen oder Gina Kaus, die den Zusammenbruch einer Welt beschrieben, in der zwischenmenschliche Abgründe aufrissen und die sie zur kopflosen Flucht aus Österreich zwangen.

Dramaturgie und Lesung: Andrea Schramek
Percussion: Peter Rosmanith


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