Theater

Hexenjagd


Arthur Miller schildert in seinem 1953 – zur Zeit der McCarthy-Ära in den USA – uraufgeführten Stück über Ereignisse im Jahre 1692 die Abgründe einer Theokratie: religiöser Wahn, Bigotterie, Hass, Besitzansprüche und skrupelloses Gewinnstreben.

Ein ausgelassenes, sexuell aufgeladenes Ritual junger Mädchen, eine Feier der Lebensgier wird zum Auftakt einer hysterischen Menschenjagd. Einige der Kinder werden nach einem heimlichen Treffen im Wald ohnmächtig oder krank. Da die Krankheiten von Ärzten nicht zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Hexerei.

Die Mädchen merken sehr schnell, dass sie selbst der Strafe entgehen können, wenn sie andere beschuldigen. Es wird Gericht abgehalten. Hauptzeugen sind die Mädchen, die bald den halben Ort als besessen ausrufen. Der Farmer John Proctor durchschaut jedoch die Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Der Prozess der Hexenverurteilungen entwickelt eine rasende Eigendynamik, Denunziantentum und Rache gehen um. Längst geht es nicht mehr um Religion – die Repräsentanten des Staates verfolgen eine Strategie der Repression um jeden Preis.

Besetzung:

Reverend Parris
Philipp Hauß

Abigail Williams
Andrea Wenzl

Ann Putnam
Sabine Haupt

Thomas Putnam
Dietmar König

Bettry Parris
Irina Sulaver

Mary Warren
Marie-Luise Stockinger

Giles Corey
Martin Schwab

Reverend John Hale
Florian Teichtmeister

John Proctor
Steven Scharf

Rebecca Nurse
Barbara de Koy

Elisabeth Proctor
Dörte Lyssewski

Herrick
Daniel Jesch

Richter Harthorne
Ignaz Kirchner

Danforth, Stellvertreter des Gouverneurs
Michael Maertens

Tituba
Barbara Petritsch

Susanna Walcott
Lena Kalisch

Mercy Lewis
Christina Cervenka

Regie: Martin Kušej
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Heide Kastler
Licht: Friedrich Rom
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Eva-Maria Voigtländer


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