Kunstausstellung

Herzblut - Landsteiners Leidenschaft


Vernissage: Dienstag, 14.7.2015 um 19:00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 14.7. – 9.8.2015
Begrüßung: Egbert Zedtwitz
Einführende Worte: Christine Todt und Mag.art Sabine Freitag - Projektleiterinnen
Eröffnung: Mag. Bettina Windbüchler
Poetry-Slams: Mieze Medusa und Markus Köhle
Finissage: 9.8.2015 um 16:30 Uhr Performance: Nicole Wallner

Für die Ausstellung „Herzblut“ - Landsteiners Leidenschaft, lassen sich 20 KünstlerInnen von dem aus Baden stammenden Nobelpreisträger Karl Landsteiner inspirieren.
Dieser erzielte mit der bahnbrechenden Entdeckung der Blutgruppen einen wissenschaftlichen Durchbruch. Landsteiners Leidenschaft für den „ganz besonderen Saft“ wird für das Künstlerkollektiv „die blut truppe“ zum Inhalt ihrer künstlerischen Intervention.

Karl Landsteiner, geboren 1868 in Baden bei Wien; verstorben 1943 in New York, war ein öster¬rei¬chisch-US-amerikanischer Pathologe und Serologe, der 1901 das AB0-System der Blutgruppen entdeckte, wofür er 1930 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhielt. 1921 führten ihn weitere Arbeiten zur Prägung des Begriffs Hapten; 1940 entdeckte er außerdem mit Alexander Solomon Wiener und Philip Levine den Rhesusfaktor. (Quellennachweis: Wikipedia)

Die Poetry-Slammer Mieze Medusa und Markus Köhle durchbrechen bei der Eröffnung Schallmauern und Sprachgrenzen: Vorschlaghammersätze treffen auf Tabuteppiche, Asso¬ziationsketten fesseln das Publikum, Silbengeprassel formiert sich zu Stilblüten und Text¬neurosen.
Im Erdgeschoß der Galerie wird das Ephemere in Sabine Freitags Konzept „blut:baden“ als grafische Momentaufnahme zwischen Erinnerung und Vorahnung sichtbar gemacht. Die Bilder entdecken Verborgenes und erzählen doch auch in der Nichtdarstellung.

16 KünstlerInnen von "kunstaspekt" gestalten im Obergeschoß die Installation: „Herzkapelle“. Namensgebend dafür war die Lorettokapelle der Augustinerkirche, wo die Herzen der Habsburger aufbewahrt wurden, während die Körper in der Kapuzinergruft ihre letzte Ruhestätte fanden.
An den Wänden werden flächendeckend Malereien, Grafiken, Objekte und Fotografien zu sehen sein, welche Herz, Blut und den Blutkreislauf thematisieren.

Als Herzstück ist in einem Metallkubus das Video „Bloody Mary“ von Dagmar Stelzer zu sehen. In einem assoziationsreichen Bilderfluss durchlebt die Akteurin Momente selbstvergessener, sinnlicher Arglosigkeit. Hier realisieren sich Wunschvorstellungen einer jungen Frau in vermeintlichem Kontext zu Klischees wie "Herz" und "Blut". Innenwelt und Umwelt werden als Parallelwelten wahrgenommen und verdichten sich dennoch zu einer einzigen subjektiven Perzeption.


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