Theater

Hermann Hesses Zauberer: Spiegelbild, Zerrbild, Selbstanalyse


Eine szenische Installation der FACTORY Theaterproduktionen rund um die Romanfigur Klingsor mit Christian Nisslmüller unter der Regie von Gaby Schelle.

Casa Camuzzi/Tessin 1919. Hermann Hesses Ehe ist zerrüttet, seine Frau in der Nervenheilanstalt, seine Kinder bei Freunden untergebracht, er selbst in Psychotherapie und in großer Verstörung. In dieser heftigen Lebenskrise taucht aus den Tiefen seiner Seele das Bild des Klingsor auf – ein Spiegelbild, Zerrbild von Hesse selbst.

Mit der Figur des Malers Klingsor lotet er die schönsten, aber auch abscheulichsten Winkel der Künstlerseele aus und rettet sich damit selbst. Klingsor, der Zauberer, hat keine Lösung – nur Wandlung. Hesse treibt seine Figur soweit als irgend möglich an den Rand des Todes. Balancierend auf dem schmalen Grat zwischen Form und Wahn ist Li Tai Pe, Klingsors einziger Begleiter und Zufluchtsort. Am Ende steht das Bild eines Gesichts. Hesse kann es einschließen, den Schlüssel wegwerfen und ruhig davongehen: hin zu neuen Figuren, die ausgeglichener sein werden als der zerrissene und abenteuerliche Zauberer Klingsor. Die Geschichte einer Selbstanalyse.

Mit Christian Nisslmüller

Regie Gaby Schelle

Texte von Hermann Hesse, Tschuang-Tse und Li Tai Pe

Textbearbeitung Elisabeth Moll, Gaby Schelle

Musikkonzept Peter Matrai

Kostüm Anna Granat
Grafik Janos Szurcsik

Technik Axel Jankowski

www.theater-factory.de


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