Literatur · Theater

Hermann Broch - Gefangen in Aussee - Geflüchtet aus Wien - Gut aufgenommen in New Yorkk


Text: Helmut Korherr/ Als Gastgeber: der Autor/ Als Hermann Broch: Roman Kollmer/ Jazz-Trio-Exil

Sonntag, 8. November 2015, 11:00 Uhr

Zum Inhalt: Am 13. Dezember 1938 hat der Emigranten-Club in New York einen besonderen Gast: Hermann Broch. Bereitwillig erzählt er von seinen aufregenden Erlebnissen in diesem Jahr. Der Dichter ist am 13. März - am Tag des Anschlusses von Österreich an das Deutsche Reich - in seiner zweiten Heimat Altaussee verhaftet worden. Er wurde umgehend ins Gefängnis von Bad Aussee eingeliefert. Der Grund: Der örtliche Briefträger hatte gemeldet, dass Broch die Zeitschrift "Das Wort" aus Moskau beziehe. Das legte den Verdacht nahe, dass Broch Kommunist ist. Schließlich glaubt man aber dem Inhaftierten seine "politische Harmlosigkeit" und er wird nach drei Wochen entlassen. In Wien bemüht sich Hermann Broch um ein Ausreise-Visum. Nachdem etliche Hindernisse mit viel Glück überwunden worden sind, kommt Hermann Broch endlich - nach einem Zwischenstopp in England - Anfang Oktober in New York an.
Zur Musik: Für passende Klänge aus der "Ära des Swing" sorgt das "Jazz-Trio-Exil". (Gitarre: Toni Frick, Klavier: Heli Hochstetter, Saxophon: Willi Rastl)

Eintrittspreis 15,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 12,- €
Foto: Korherr


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