Jazz

Herbie Hancock



Er gilt als die letzte Legende des Jazz und ist begehrter denn je: Großmeister Herbie Hancock.

Der 1940 in Chicago geborene Meisterpianist steht für viele feine Entwicklungen im Jazz. Zunächst für komplexen Hard Bop, wie er ihn in den Sechzigerjahren mit Meisterwerken wie „Empyrian Islands“ und „Speak Like A Child“ für das renommierte Label Blue Note eingespielt hat.

Als Sideman machte er sich mit brillanten Pianoeinschüben auf Alben von Wayne Shorter, Lee Morgan und vor allem Miles Davis einen Namen. 1969 wandte er sich unter dem Nom de guerre Mwandishi dem elektronischen Jazz zu. 1973 gründete er die Formation The Headhunters und kreierte anspruchsvollen Fusion-Funk.

Später probierte er sich auch höchst erfolgreich in R&B, Disco und Electro. Mit „Rockit“ konnte er gemeinsam mit Bill Laswell einen Welthit lancieren. Seine Experimente mit dem Vocoder rund um das Jahr 1980 waren bahnbrechend. Einzelne Stücke von Hancock, etwa „Cantaloup Island“, wurden für Dancefloor-Welthits gesampelt. Zudem komponierte er Filmmusik (etwa für „Blow Up“ und „Death Wish“) und hatte mit einer beseelten Hommage an George Gershwin großen Erfolg.

Jetzt, im sechsten Jahrzehnt seiner Karriere, ist Herbie Hancock nach wie vor dort zu finden, wo er immer war: an der Spitze von Kultur, Technologie, Wirtschaft und Musik. Als legendärer Pianist und Komponist erhielt Hancock einen Oscar für Round Midnightund 14 Grammy Awards, darunter das Album des Jahres. Derzeit ist er als „Creative Chair“für Jazz für die Los Angeles Philharmoniker und als Institutsvorsitzender des Thelonious Monk Institute of Jazz tätig. 2011 wurde Hancock von der Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, zum Botschafter des guten Willens der UNESCO ernannt, erhielt 2013 einen Kennedy Center Honours Award und 2016 einen Grammy Award für sein Lebenswerk.