Kunstausstellung

Helga Philipp


Mit einem selektiven Überblick auf die 1960/70er Jahre zeigt die Galerie, dass diese mit meisterhafter Präzision arbeitende Künstlerin in ihrem Oeuvre alle Formen der Op Art, der Konkreten und Kinetischen Kunst aufnahm und ganz im Sinne der Avantgarde keinen Prozess der Loslösung durchlief, sondern linear arbeitete und weiterentwickelte.

Helga Philipps Auseinandersetzung mit Grundfragen der ästhetischen Wahrnehmung zeugen von einer brisanten Aktualität. Medienrealität, zweite Realität und Virtualität von Wirklichkeit findet man in ihren Arbeiten. Diese operieren mit einem logischen Netzwerk aus allen Schlüsselbegriffen ihrer Zeit: Betrachter, Bild, Bewegung, Raum, Licht und Veränderung. „Kreis, Rechteck und Quadrat, Viereck oder Vieleck waren für Helga Philipp keine objektiven platonischen Körper, sondern Elemente eines Spiels der Kombinatorik, in dessen Zentrum der Betrachter stand. Alles war beweglich, also galt auch, alles war veränderlich.“ (Peter Weibel, Helga Philipp. Das Bild und der Betrachter, eine neue Gleichung der Malerei, 2010). Mit einer Leichtigkeit hat Helga Philipp den Wahrnehmungsraum zum Denkraum mit einfachen Mitteln der Minimal Art und Konzeptkunst vorangetrieben.

Helga Philipp (1939-Wien-2002) war von 1965 bis zu ihrem Tod als Professorin an der Hochschule (später Universität) für angewandte Kunst in Wien tätig und begleitete als Lehrende Generationen von KünstlerInnen.

Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag 11 – 18 Uhr Samstag 11 – 14 Uhr


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