Vortrag

Helfer unter Beschuss - Angriffe auf Krankenhäuser


Am Jahrestag des fatalen Bombardements in Kundus laden Ärzte ohne Grenzen und die Wiener Ärztekammer zur Diskussion über die Zukunft der medizinischen Hilfe in Konflikten.

Ein Jahr nach dem Luftangriff auf ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in der afghanischen Stadt Kundus, bei dem 42 Menschen starben, sehen sich Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in Konfliktregionen mit einer wahren „Epidemie von Angriffen“ konfrontiert. Afghanistan, Syrien, Jemen, Südsudan: Seit Kundus fanden über 75 Angriffe auf medizinische Einrichtungen statt, die von Ärzte ohne Grenzen unterstützt werden. Diese Attacken stellen nicht nur eine eklatante Verletzung des internationalen humanitären Völkerrechts dar, sondern rauben Millionen Menschen den Zugang zu lebenswichtiger Gesundheitsversorgung.

Am Jahrestag des fatalen Bombardements in Kundus laden Ärzte ohne Grenzen und die Wiener Ärztekammer zur Diskussion über die Zukunft der medizinischen Hilfe in Konflikten. Vertreter medizinischer Hilfsorganisationen, der Ärzteschaft und des Außenministeriums diskutieren darüber, welche Gefahr die Aushöhlung der Genfer Konventionen birgt – und was unternommen werden muss, um das Recht auf medizinische Hilfe und der Schutz von Gesundheitseinrichtungen zu gewährleisten.

Podiumsteilnehmer:
Mario Thaler, Geschäftsführer Ärzte ohne Grenzen Österreich
Walter Hajek, Leiter Internationale Zusammenarbeit, Rotes Kreuz Österreich
Peter Launsky-Tieffenthal, Sektionsleiter Entwicklung/Humanitäre Hilfe, Außenministerium

Moderation: Monika Kalcsics, Journalistin

Die Veranstaltung wird vom Präsidenten der Wiener Ärztekammer, Prof. Dr. Thomas Szekeres, eröffnet.


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