Kunstausstellung

Helena Eribenne: Woman to Woman II


In der Begründung der Jury, die 2019 aus Florentina Holzinger, Astrid Peterle, Katharina Brandl und Lena Lieselotte Schuster bestanden hat, heißt es:

„Wie kann ein Bekenntnis zu ernst gemeinter Diversität in Kulturinstitutionen aussehen? Welche Rollen werden Künstler_innen anhand ihrer (rassifizierten) Identität zugeschrieben und welche Erwartungen werden an ihr Kunstschaffen gestellt? Helena Eribenne widmet sich diesen Fragen in der Performance „Woman to Woman II“, in der sie reflektiert und pointiert die Bedingungen von Sichtbarkeit im Kunstfeld befragt: In dem prämierten Projekt […] begibt sie sich in einen musikalisch getragenen und auf Shirley Browns Stück „Woman to Woman“ (1974) referierenden fiktiven Dialog mit ihrem weiblichen, institutionellen Gegenstück, einer weißen Kuratorin. Helena Eribennes ausgezeichnete Performance verspricht bei der Aufführung […] einen produktiven Anker in die 1970er Jahre zu werfen, um relevante gegenwärtige intersektionale Ausschlussmechanismen im Kunstbetrieb zu hinterfragen.“

Geboren in London, ist Helena Eribenne seit Jahren fixer Bestandteil der Wiener Kunstszene. Ihre Arbeiten sind an der Schnittstelle zwischen Theater, Performance, Film und Fotografie angesiedelt und stehen stets in einem gesellschaftspolitischen Zusammenhang. Für "Woman to Woman II" verwandelt sie den Kunstraum in eine Zeitmaschine um die zeitgenössische Repräsentation und Rezeption von Künstlerinnen of Color einer kritischen Reflexion zu unterziehen:


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