Literatur · Theater

Heinz Marecek - Lauter lachende Lyrik


Dieser Abend soll mit zwei unhaltbaren Vorurteilen aufräumen: dass die Deutschen humorlos sind, und dass Lyrik etwas für schmachtende Backfische ist, oder für Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als Gedichte zu lesen.

Die Deutschen mögen vielleicht keine Komödiendichter wie Shakespeare, Molière, oder Goldoni haben, sie haben auch nicht den großen komischen Roman wie „Don Quichote“ oder „Schwejk“ geschrieben, was aber das Gedicht betrifft, so gibt es spätestens seit den Tagen der Aufklärung eine ungebrochene Tradition der komischen Spielart dieser Form der Dichtung, wie sie in keiner anderen europäischen Sprache zu finden ist.

Es gibt hier eben nicht nur die Liebeslyrik, die Naturlyrik, die nachdenkliche, wehmütige Lyrik, nein, es gibt auch die lachende, listige, lüsterne Lyrik. Und die kommt an diesem Abend zu Wort. Und Sie werden überrascht sein, welche Dichter, von denen man das nie vermutet hätte, sich auf diesem Gebiet erstaunlich amüsant betätigt haben.


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