Theater

Hedda Gabler


„Heddas Verzweiflung ist die Vorstellung, dass es sicher genug Möglichkeiten zum Glück auf Erden gibt, aber dass sie sie nicht zu erkennen vermag. Ihr fehlt ein Lebensziel – und das quält sie.“

Hedda, verwöhnte, mittellose Tochter des Generals Gabler, langweilt sich. Ihre Ehe – geschlossen aus reiner Berechnung, um ihre gesellschaftliche Stellung zu sichern – füllt sie nicht aus, der Gatte Tesman bedeutet ihr nichts. Die Hochzeitsreise hat der ehrgeizige Kultur-wissenschaftler damit verbracht, an seinem ersten Buch zu arbeiten, das ihm eine Professorenstelle an der Universität einbringen soll. Aber Hedda sehnt sich nach Aufregung und Leidenschaft. Als ihr ehemaliger Liebhaber Ejlert Løvborg wieder in die Stadt kommt, spitzt sich die Situation zu. Denn er ist für Tesmann nicht nur ein Konkurrent in der Liebe, nein auch und vor allem im Beruf. Løvborg hat die vergangenen Jahre auf dem Land als Hauslehrer bei Familie Elvsted zugebracht. Dort hat er nicht nur seine Alkoholsucht überwunden, er hat auch noch mit tatkräftiger Hilfe von Thea Elvsted ein viel beachtetes Buch geschrieben und wird nun ebenfalls als Kandidat für die Professur gehandelt.

Hedda glüht vor Eifersucht. Doch schon bald findet sie Gefallen daran, selbst die Fäden in der Hand zu halten. Sie inszeniert ein tödliches Spiel und treibt Løvborg zurück in die Sucht. So verspielt er sein Ansehen, seine Karriere, seine Existenz. Hedda bestärkt ihn in seiner Verzweiflung, bis ihm nur noch der Selbstmord als Ausweg bleibt. Hedda wird zur Puppenspielerin über ihre Umgebung. Zu spät bemerkt sie, wie ihr die Fäden entgleiten …


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