Diverse Musik · Theater

Heart of Darkness


Performance in fünf delirierenden Bildern von FUCKHEAD, raum.null, J. Maile

In Anlehnung an Joseph Conrads legendären Roman unternehmen kleine, unvernünftige Menschen, bestehend aus den Mitgliedern der notorischen Performance-Teams von FUCKHEAD und raum.null, eine Reise zum Herz der Finsternis. Ausgestattet mit Schwemmholz, Seilen, Erde, Sand und Farbkübeln, erschaffen die Akteure im Zuge der Performance wechselnde Tableaus und Landschaften, mit denen sie im weiteren Verlauf immer mehr verschmelzen, bis sie schließlich vollständig von ihrer Umgebung aufgesogen und ausgelöscht werden.

Die Performance folgt dabei rudimentär den Stationen des Romans vom Zentrum einer kapitalistischen und imperialistischen Weltmacht über die Ränder der Zivilisation bis in die vollkommene Wildnis. Je weiter sich der Mensch auf dieser Reise von seiner konstruierten Zivilisation entfernt, desto wirkungsloser wird sein kulturelles Instrumentarium: Aufklärung, Moral, Wissenschaft, Technologie, Religion und Profitstreben – alles Sinnstiftende verliert im Herz der Finsternis seine Funktion als Daseinsbehauptung des modernen Subjekts.
Denn die Wildnis ist einfach da. Laut, dennoch stumm. Vollkommen sinnabweisend und frei von jeder Bedeutung wispert sie dem Menschen in ihrer unerschütterlichen Gleichgültigkeit lediglich zu, dass sie ihm auf übermächtige Weise nichts zu sagen hat.

Projektionen, Stroboskope, Dunkelheit, Nebel und hoher Bassdruck erzeugen einen phantasmatischen Raum, in dem Akteure und Zuschauer in einen wachtraumartigen Zustand gelangen. Es werden 50 harte Minuten.


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