Ausstellung: Wissen

Haydn auf Reisen. In 18 Tagen von Wien nach London


Die diesjährige Sonderausstellung widmet sich Joseph Haydns beschwerlichen Reisen mit Kutsche und Schiff nach London.

„Ich bin Salomon aus London und komme, Sie abzuholen, morgen werden wir einen Akkord schließen.“ ... Haydn musste nicht lange überredet werden. Sein Dienstvertrag wurde von seinem Dienstherrn Anton Fürst Esterházy beendet. Er hatte nun endlich die langersehnte Freiheit, endlich diese große Reise anzutreten. Am 15. Dezember 1790 brach Haydn in Begleitung von Johann Peter Salomon mit der Postkutsche von Wien aus nach London auf. Am Neujahrestag 1791 übersetzten sie per Schiff von Calais nach Dover und erreichten am 2. Jänner 1791 London.

1794 reiste Haydn ein zweites Mal nach England. Diesmal reiste er komfortabler und wohl auch schneller. Baron van Swieten stellte ihm einen leichten Reisewagen, eine sog. Berline, aus seinem privaten Fuhrpark zur Verfügung. Diese Art von Kutschen war bequemer, da sie besser gefedert und wendiger waren. Haydn übernachtete auch nicht in den Poststationen, sondern in Privatunterkünften bzw. Gasthäusern.

Die Ausstellung widmet sich dem beschwerlichen Reisen mit Kutsche und Schiff im Allgemeinen und erklärt die wichtigsten Stationen dieser Reisen im Speziellen. Aus Haydns Briefen an Marianne von Genzinger oder Berichten an seine Biographen weiß man, wo er genächtigt, was er gegessen und wen er auf der Reise getroffen hat. Wichtige Stationen waren die Kaiserkrönung in Frankfurt oder das Treffen mit Beethoven in Bonn, die ebenso thematisiert werden, wie Anekdoten oder die Überfahrt bei stürmischer See von Calais nach Dover und ihren musikalischen Niederschlag in der Schöpfung.


Vergangene Termine