Pop / Rock · Diverse Musik

Hauschka


Ein präpariertes Klavier klingt anders als ein gewöhnliches Klavier. Zwischen den Saitenchören werden Fremdkörper geklemmt, um einen eigenen Sound herzustellen.

Eingeführt wurde die Technik in den 40er Jahren vom berühmten John Cage; einer der spannendsten Vertreter der Gegenwart ist allerdings der Düsseldorfer Volker Bertelmann, der unter dem Namen Hauschka seit 2004 Alben veröffentlicht.
Hauschka legt Murmeln in das Klavier, klemmt Papier zwischen die Saiten und schlägt die Tasten in einem fast schon elektronischen Rhythmus an. Die Transparenz des präparierten Klaviers ist dabei selbst Teil seines Auftritts und beeindruckt durchaus.

Doch Hauschkas Sounduniversum beschränkt sich nicht auf eine experimentelle Spielart der Klassik: Auf seinem aktuellen Album "Salon Des Amateur" entwickelt Hauschka die perkussiven Möglichkeiten seines präparierten Pianos zu einem von Minimal und House inspirierten Klang der seines Gleichen sucht. Hauschkas Stücke sprechen den Hörer so stets auf zwei Ebenen an: Obwohl sich die Musik auf hohem künstlerischen und intellektuellem Niveau bewegt, sind die Melodien, Variationen und Motive ganz unmittelbar, eingängig, ja ganz einfach der Rhythmus des Träumens selbst.


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