Kunstausstellung

Harun Farocki und Florentina Pakosta - Physiognomie der Macht


Die Doppelausstellung widmet sich in einer umfassenden Gegenüberstellung dem Werk des deutschen Filmemachers Harun Farocki (1944 bis 2014) und der österreichischen Grafikerin und Malerin Florentina Pakosta (1933).

Beide Künstler_innen haben ab den 1970er-Jahren die Auseinandersetzung mit Aspekten von Macht in das Zentrum ihrer Arbeit gestellt. Farockis Videoinstallationen, Essay- und Dokumentarfilme beschäftigen sich mit den Mechanismen der Kontroll- und Überwachungsgesellschaft, mit der psychologischen Manipulation durch eine omnipräsente kapitalistische Logik oder mit der Rolle digitaler Bildmedien in der Kriegsführung.

Pakosta ist eine Vertreterin der feministischen Avantgarde, die in ihren Arbeiten patriarchale Dominanz- und Herrschaftsstrukturen thematisiert, indem sie das männliche Antlitz der Macht zeichnerisch untersucht und in teils surrealistischer Manier entlarvt. Den beiden Positionen ist gemeinsam, dass sie sich mit Erscheinungsformen extremer Machtausübung befassen. Deutlich wird dabei auch, dass Kapitalismus und Patriarchat nicht nur auf ähnliche Weise funktionieren, sondern oft miteinander verbunden sind. Die Ausstellung basiert auf Beständen der Sammlung Generali Foundation und des Museum der Moderne Salzburg.


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