Kunstausstellung

Harun Farocki


Bei der Gegenüberstellung zweier früher dokumentarischer Arbeiten von Harun Farocki steht die Grammatik ästhetischer Produktion im Mittelpunkt.

Während Farocki im Film „Stilleben“ Bildregien der Werbeindustrie, wie die perfekte Inszenierung einer Armbanduhr oder das Arrangement einer Käseplatte, mit einem Bild flämischer Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts konfrontiert und somit ikonisch und bildgeschichtlich miteinander in Beziehung setzt, wird im Hörstück „so long, good bye“ das affektive, wenn nicht eskapistische Potential eines typischen Discostücks der 70er Jahre einer Dekonstruktion unterzogen.


Das Format des Songs wird dabei nicht bloß als musikindustrielle Konvention lesbar gemacht, sondern erscheint als ein Dispositiv, das die Frage nach der Autorität „hinter“ der ästhetischen Produktion, nach den Produktionsweisen und den ihnen inhärenten Logiken aufwirft.


Termine

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