Jazz · Blues

Harri Stojka - Hot Club Trio



Harri Stojka stellt musikalische Zeitgeist-Uhren genussvoll auf den Kopf.

Vom JazzRock weiter zum Bebop, zu Modern Jazz und Gipsy-Sound – und retour: Harri Stojka, österreichischer Gitarren-Virtuose mit legendärer stilistischer Bandbreite, dreht jetzt mit Verve am Rad der Zeit und befeuert seine frühe Phase mit neuer Energie.

Harri Stojka ist in verschiedenen musikalischen Genres beheimatet. Harri Stojka der niemals ausgrenzt, sondern seine Musik zu einem von allen Seiten „runden“ Klangerlebnis ergänzt.

Der Tonträger 98 86 holt jenen Modern Jazz und Bebop grandios zurück ins Jetzt, mit dessen Interpretation sich Stojka schon in den 1980er Jahren als junger Star der Jazz-Szene höchstes Lob erspielte.
Harri Stojkas HOT Trio – wird bei seinen aufregenden Kompositionen durch die Dynamik langer, schneller Läufe an der Gitarre und lustvoll-kreativen Improvisationen bereichert.

JazzRock, „modern“ wie nie. Das Harri Stojka Jazz Ensemble schließt mit „98 86“ quasi einen Kreis, dessen Ausgangspunkt (genau genommen) lang vor der Geburt des Meister-Gitarristen liegt: Es war Anfang der 1940er Jahre, als Bebop den Swing als Hauptrichtung des Jazz ablöste, mehr rhythmische Freiheit, schnelle Tempi, komplexe Harmonien und Improvisationen auf langen, formalen Strecken zuließ. Ein Stil, der den 1957 in Wien geborenen Musiker Harri Stojka vor allem zwischen 1980 und 1990 ungeheuer faszinierte, ehe er – inzwischen längst auch mit Rock-Produktionen bekannt – den Sinti Swing (auch „Gipsy Jazz“) für sich entdeckte und sich nun wieder mehr die RockJazz Gitarrensound widmet.
Stojka’s bislang letzte Modern Jazz Produktion (die LP „brother to brother“, bei Warner Music) erschien 1984. Jetzt, mehr als 30 Jahre später, beweist der Künstler mit „98 86“, wie intensiv und superb ein musikalischer Ausflug „zurück in die Zukunft“ ausfallen kann.

Harri Stojka „rockt“ den Jazz: Eine glitzernde, virtuose Zeitreise mit Blick nach vorn, die Genre-Grenzen bricht und Musik-Liebhaber ebenso wie Kenner in ihren Bann schlägt, ohne dem Modern Jazz ein Fünkchen seines ursprünglichen Gesichtes zu nehmen.