Jazz

Harold Mabern Trio


Wenn man einen Jazzclub leiten darf, so ist es das absolut Schönste, daß man sich Träume erfüllen kann. Seit ich in den späten 60-er Jahren bei der legendären Frau Pack beim "Herder" auf der Wollzeile LPs durchforschen konnte, träumte ich davon, einmal Harold Mabern lebendig – also "live" – erleben zu können, und als ich ihn dann wirklich im JAZZLAND am Bösendorfer sitzen sah, kamen mir fast die Tränen. Harold ist ein ungemein bescheidener Mann, der sich niemals in den Vordergrund drängt – "ich wollte niemals Leader einer Band sein", sagte er, "als Sideman habe ich Zeit den Großen zuzuhören und kann sie mit meiner Begleitung unterstützen" – und das hat er bei vielen Großen gemacht: Lee Morgan, Sonny Rollins, Hank Mobley, Freddie Hubbard, Miles Davis, Benny Golson, Art Farmer, Sarah Vaughn und viele andere profitierten seit Jahrzehnten von seinen Akkorden und wenn man weiß, daß Harold sich selbst als Blues-Pianisten einschätzt, der sich im Jazz eben auch auskennt, denn versteht man die ungemein packende Stimmung, die jede Band durch seine Persönlichkeit erfährt. Der zweite Star des Trios ist Teufelsdrummer Joe Farnsworth, der mit Jon Faddis, Benny Golson, Steve Grossman, Diana Krall, Pharoah Sanders und Cedar Walton berühmt wurde und bei uns mit Vince Herring und Eric Alexander brillierte. Eine – für uns noch – unbekannte Größe ist der aus Budapest stammende Bassist Matyas Hofecker, der Sheila Jordan, Stjepko Gut, Jim Rotondi, Steve Rubie, Andy Middleton und Gabor Bolla begeisterte. Wir erleben also ein echtes Drei-Generationen-Trio: p (Jahrgang 1936), dm (Jg. 1968) und b (Jg.1991)....


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