Klassik

Harmonia Mundi


Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Friedrich Wilhelm Herschel, György Ligeti, Salvatore Sciarrino, dem Soundkünstler Fabian Russ und einführenden Erläuterungen des Astrophysikers Michael Büker.

Mit diesem außergewöhnlichen Konzertprogramm machen wir uns auf die Suche nach musikalischen Resonanzen zum Universum und seinen Anfängen. Es spielt mit der Musik unterschiedlicher Epochen, mit dem Sounderlebnis von Surround-Installationen oder den Besetzungsdimensionen vom strahlenden Orchesterklang zu solistischen Klängen von Geige und Cembalo.

Die musikalische Expedition dieses Abends nimmt ihren Anfang bei der Keplerschen Sphärenharmonie. Die poetische Vorstellung der Renaissance von einer Musik der Gestirne. Der Klang des Kosmos als akustische Kuppel über den Köpfen der Zuhörer. Auf diese Idee der »Harmonia Mundi« antwortet eine Symphonie Friedrich Wilhelm Herschels. Ein aus Deutschland stammender britischer Astronom des 18. Jahrhunderts, der schlagartig berühmt wurde, als er 1781 ein neues Objekt im Sonnensystem entdeckte: den Planeten Uranus. Neben seinen bahnbrechenden Entdeckungen und Teleskoperfindungen komponierte er allein 24 Symphonien, Konzerte und Kirchenmusik. Mit Ausnahme einiger weniger Werke ist seine Musik heute in Vergessenheit geraten.

Eingebaut in Raum und Zeit dieses Abends ist eine Klanginstallation von Ligetis »Lux aeterna« für 16-stimmigen Chor a cappella und ein sphärisches Capriccio von Salvatore Sciarrino. Im Dialog mit Mozarts Jupitersymphonie, die ohne ursprünglichen Bezug des Komponisten auf den Planeten, aufgrund der überwältigenden Erhabenheit, vor allem der Schlussfuge zu ihrem Namen kam.

Ein Konzert mit

dem Symphonieorchester Vorarlberg und seinem Chefdirigenten Gérard Korsten, Astrophysiker und Science Slam-Gewinner Michael Büker, Elfa Rún Kristinsdóttir, Geige und Elina Albach, Cembalo, Fabian Russ, Soundkünstler sowie Carlo Grippa, Tontechnik.


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