Literatur · Theater

Harald Schmidt liest Patrick Melrose


Bad Vöslau dürfte es Harald Schmidt angetan haben. Der Kult-Entertainer tritt heuer schon zum dritten Mal vor ausverkaufter Insel im „Schwimmenden Salon” in Bad Vöslau auf: „Ich kann nur sagen: Salzburg ist Bad Vöslau für Arme.” „Schmidt liebt jenes Flair aus K.und K.-Nostalgie und Sommerfrische”, so Festivalintendantin Angelika Hager, „er hat außerdem ein totales Ösi-Faible, seine Mutter stammt aus Brünn.”

Begeistert hat Schmidt auch Ibizagate und die daraus resultierenden politischen Turbulenzen: „Bei euch passiert ja in einer Woche mehr, als bei uns in einem Jahrzehnt.” Weil die Late-Night-Legende, die das Humorverständnis der Bundesrepublik entscheidend beeinflusst hatte, „provokantes Lesematerial” braucht, habe man sich heuer für Edward St. Aubyn entschieden, einen britischen Autor, der die Abgründe der High Society schildert. „Ein literarisches Fest”, so Schmidt, „hier wird von Tablettensucht und Alkoholismus über Inzest und bodenlosem Zynismus nichts ausgelassen. Ich habe die 800 Seiten der Patrick-Melrose-Romane auf meiner letzten Traumschiff-Reise regelrecht verschlungen.”


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