Kunstausstellung

Hanns Kunitzberger - Malerei


Im Mittelpunkt der diesjährigen Herbstausstellung im Kunstraum in Klagenfurt steht das beeindruckende Werk des in Berlin lebenden österreichischen Malers Hanns Kunitzberger.

Zuletzt waren seine Bilder vor drei Jahren mit Bernard Aubertin, Hans Bischoffshausen und Heinz Mack in der Themenausstellung Monochromie und Reduktion im Schloss Ebenau zu sehen.
Hanns Kunitzberger, geboren 1955 in Salzburg, hat am Mozarteum unter anderem Bühnenbild studiert; war am Wiener Burgtheater beschäftigt, erarbeitete Opernkonzepte und hat ab 1991 die Malerei als seine Haupttätigkeit aufgenommen. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Berlin. „Man muss sich seinen Bildern aussetzen(…)und je mehr Zeit man sich nimmt, umso mehr entfalten die Bilder ihre Wirkung“, merken Kunstkritiker immer wieder an, die den Betrachter zum genauen Hinschauen auffordern.
Um die Bewegung und das Changieren der Farben zu erzielen, arbeitet Kunitzberger sehr lange an einem Bild. In vielen lasierenden Schichten trägt er die Farbe auf, mit Vorsicht und großer Bedachtsamkeit. Bei intensiver Betrachtung beginnen seine raumgreifenden Gemälde in dunstigem Braunbeige oder lichtem Blau beinah zu schweben und kürzlich erst im Museum Wiesbaden konnte man in seine Bildwelten, die sich jetzt hier in Klagenfurt ausbreiten, eintauchen. „Diese Illusion, dass Kunst etwas in Erscheinung bringt, ist eben eine Illusion. Das wissen wir seit über 100 Jahren, und aus dieser Einsicht gebiert Hanns Kunitzberger selbst seine Malerei: Reine Malerei, reine Farben, reine Stille, reine visuelle Erlebnisse, die gerade, weil sie so rein nur auf sich selbst wieder zurückverweisen, eben synästhetisch eine Klangwelt auslösen.“ (Klaus Albrecht Schröder, In: H.K: Die Orte der Bilder)


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